DIW senkt Wachstums-Prognose für deutsche Wirtschaft

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Wachstumsprognose für das zweite Quartal auf 0,2 Prozent halbiert. Dies sei jedoch „kein Zeichen einer Schwäche“. Im weiteren Verlauf des Jahres werde die Wirtschaft wieder anziehen.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) korrigierte am Mittwoch seine Prognose für das zweite Quartal nach unten. Für den weiteren Verlauf des Jahres erwartet die Experten aber wieder ein stärkeres Wachstum.

Laut Prognose des Berliner DIW gerät das Wachstum der deutschen Wirtschaft nach dem starken Jahresauftakt vorübergehend ins Stocken. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal nur noch um 0,2 Prozent zulegen. Ende April hatten die Berliner Konjunkturforscher für das zweite Quartal noch ein solides Wachstum von 0,4 Prozent erwartet.

Konjunkturchef Ferdinand Fichtner sieht darin jedoch nur einen kleinen Dämpfer, da die Wirtschaft im ersten Quartal dank des milden Winters mit einem Plus von 0,8 Prozent besonders kräftig zugelegt hatte. Eine langsamere Gangart sei daher „kein Zeichen einer Schwäche“. Im weiteren Verlauf des Jahres werde die Wirtschaft wieder anziehen.

Die Bauwirtschaft kann nach Ansicht des DIW das von dem milden Winter geförderte hohe Wachstumstempo im Frühjahr nicht mehr halten. Auch für das Verarbeitende Gewerbe zeichne sich eine Abschwächung ab.

Die Stimmung der Unternehmen bleibe zwar grundsätzlich positiv, habe sich zuletzt aber leicht eingetrübt: Die Ukraine-Krise, aber auch etwas schwächere Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum und aus China dämpften die Erwartungen.

„Die Investitionen werden wohl derzeit nicht mehr so dynamisch ausgeweitet wie zu Jahresbeginn, dürften aber allmählich wieder Fahrt aufnehmen“, so das DIW.

Kommentare

Dieser Artikel hat 3 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Baer sagt:

    So allmählich frage ich mich was die Herren Experten eigentlich hauptberuflich machen?Fahren sie Pizza aus ???
    Überall auf der Welt stagniert das Wachstum aber für Deutschland wird weiterhin positiv berichtet.
    Wettbewerb bedeutet ja bekanntlich es gibt einen Gewinner und einen Verlierer.Wenn nun die Verlierer nicht mehr importieren wird Deutschland auch weniger exportieren ( wobei innerhalb der EU keine Exporte möglich sind,denn wir haben einen Binnenmarkt – ergo exportieren wir nicht).
    Wo soll dann der Konjunkturaufschwung herkommen?
    Man sieht Fragezeichen wohin man schaut, aber wer beantwortet die Fragen mit sachlich fundierten Aussagen? Das DIW ganz sicher nicht ,genausowenig wie die GfK….

    • No-Euro sagt:

      Der Aufschwung kommt aus dem Merkel-Schäuble’schen Propagandabüro. Jeder jubelt, wenn man ein BIP-Wachstum von 0,8% als Boom verkauft und die Einzelhandelsumsätze bereinigt auf dem Niveau von 1994 liegen. Alles Boom. Nirgendwo auf der Welt hat man so viel Boom wie in Merkelstan. Wenn in China aber die Wirtschaft nur 7,5 statt 7,7% wächst, schreibt man von „Krise“. 😀
      Merkel ist eben Weltmeisterin im Schönschreiben von Statistiken – auch das hat man in der DDR gut gekonnt. Nicht umsonst war man dann im Westen doch sehr erstaunt darüber, wie sehr doch die DDR eine einzige volkswirtschaftliche Ruine war!
      Dennoch bin ich der Meinung, dass nicht nur die Quantität ausschlaggebend ist, sondern auch die Qualität. Und die hat bei den neuen Arbeitsverhältnissen eklatant nachgelassen, auch in wirtschaftlich guten Zeiten.

  2. Matthes sagt:

    Die Wahl ist ja auch vorbei. Jetzt geht es zurück zur Realität!