Textil-Firma Lenzing verzichtet auf Werksschließungen

Lenzig hat die Schließung von Standorten ausgeschlossen. Der österreichische Hersteller von Viskosefasern wolle jedoch künftig nicht an allen Standorten alles machen. Zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, ein externer Berater stelle sämtliche Bereiche ohne Tabus auf den Prüfstand. Die Firma will weltweit 600 Stellen abbauen.

Der Textilfaser-Hersteller Lenzing will im Zuge seines verschärften Sparprogramms auf Werksschließungen verzichten.

„Wir werden keine Standorte schließen, aber unser Produktportfolio bereinigen. Wir müssen nicht an allen Standorten alles machen“, sagte Firmenchef Peter Untersperger den Oberösterreichischen Nachrichten. Ein Sprecher ergänzte, am Firmenstandort in Lenzing könne beispielsweise weniger Textilviskose und stattdessen mehr rentablere Spezialfasern wie Modal produziert werden.

Die Firma stellt Viskosefasern her, die dann zu Bekleidung, Bettwäsche, Wattepads oder Tampons weiterverarbeitet werden. Der Preis für diese Spezialfasern orientiert sich an jenem für Baumwolle. Weil dieser aber wegen hoher Lagerbestände in China seit Monaten auf Talfahrt ist, brechen die Gewinne von Lenzing trotz einer unverändert guten Nachfrage ein.

Am Mittwoch hatte das Unternehmen angekündigt, das bereits bestehende Sparprogramm zu verschärfen und dabei ohne Tabus sämtliche Bereiche auf den Prüfstand zu stellen. Dafür habe das Unternehmen einen externen Berater engagiert, sagte ein Sprecher.

Im Zuge des bestehenden, Ende 2013 gestarteten Sparprogramms will die Firma weltweit 600 Vollzeitstellen abbauen. Ein weiterer Arbeitsplatzabbau sei nicht ausgeschlossen, hatte Lenzing erklärt.

Am Firmenstandort in Lenzing arbeiten 2.700 Menschen in der Verwaltung und Produktion. Das Unternehmen produziert dort dem Sprecher zufolge Spezialfasern und zu einem geringen Teil auch Textilviskose.

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