Ukraine zahlt Teil ihrer Gas-Schuld an Gazprom

Die ukrainische Führung hat am Freitag offenbar einen kleinen Teil ihrer Gasrechnung beim russischen Staatskonzern Gazprom beglichen. Sobald das Geld am Montag in Moskau eingeht, sollen die Verhandlungen der beiden Länder weitergehen.

Im Streit über Gaspreise haben sich die Ukraine und Russland unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger angenähert.

Die ukrainische Regierung habe am Freitag eine Überweisung an den russischen Staatskonzern Gazprom angewiesen, sagte Oettinger nach Gesprächen mit Vertretern beider Seiten in Berlin. Das Geld solle bis Montagmorgen auf einem Konto in Moskau eingehen. Danach seien weitere Verhandlungen noch am selben Tag geplant.

Der ukrainische Energieminister Juri Prodan bezifferte die gezahlte Summe auf 786 Millionen Dollar. Die Ukraine hat nach Gazprom-Darstellung offene Rechnungen von 5,2 Milliarden Dollar.

Oettinger sagte, bei den Verhandlungen am Montag könnte ein Durchbruch erzielt werden. Auch Prodan zeigte sich optimistisch: Ein Kompromiss mit Russland sei möglich. Sein russischer Kollege Alexander Nowak bezeichnete die Gespräche als konstruktiv.

Kommentare

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  1. Sandro Valecchi sagt:

    Das ist nicht korrekt. Nach unserem Kenntnis- und Erkenntnisstand soll heute, am 02.06.2014, ein letzter Versuch einer Einigung (sog. last minute deal) einer „Einigung“ gestartet werden.

    Die amtierende russ. Regierung hat daran jedoch ersichtlich kein Interesse. Die amtierende russ. Regierung hat ein Interesse an der fortgesetzen Destabilisierung der Ukraine und kann die EU „erpressen.“ Und genau dies geschieht auch gerade.

    EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat zwar zunächst (meines Erachtens nach) gut angefangen und eine konsequente Position gegenüber der amtierenden russ. Regierung dargeboten. Leider ist EU-Energiekommissar Günther Oettinger aber in der Folge wieder umgefallen und hat seine Positionen aufgeweicht.

    Anfang Mai 2014 hatte er sich für einen einheitlichen Preis in Europa bzgl. des russischen Erdgas ausgesprochen, wie Sie in Ihrem Portal zutreffend berichteten. „Wir wollen einen einheitlichen Gaspreis im gemeinsamen europäischen Markt“, sagte Oettinger nach einem Treffen mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk am Freitag in Warschau.

    Aber in der Folgezeit hat Deutschland die meines Erachtens nach guten Positionen von Ministerpräsidenten Donald Tusk aufgeweicht (sehr zur Freude der amtierenden Regierung in Moskau).

    Wie gesagt: nach unserem Erkenntnisstand wird es (leider) keine Einigung geben. Und auch wir haben unsere Quellen. Sandro Valecchi für P-Power ENERGY AG Berlin

  2. knusper sagt:

    …….Ukraine zahlt Teil ihrer Gas-Schuld an Gazprom …………

    nachdem ukrainische milliardäre mit merkel telefoniert haben und die steurgelder aus deutschland angwiesen wurden.

  3. kay sagt:

    Schade eigentlich. Ich hätte zu gerne gesehen was passiert wenn Gazprom das Gas abgestellt hätte. Wieder einmal ein Beweis, das Russland am längeren Hebel sitzt.
    Tja,Klitschko der Punkt geht wohl an Putin.