Spaniens Premier Rajoy senkt Steuern für Unternehmen

Spanien hat ein Konjunkturpaket zur Schaffung von Arbeitsplätzen angekündigt. Außerdem soll die Unternehmenssteuer von jetzt 30 auf 25 Prozent abgesenkt werden. So soll der Konsum angekurbelt werden.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat ein Konjunkturpaket zur Schaffung von Arbeitsplätzen angekündigt. Außerdem soll die Unternehmenssteuer auf 25 von jetzt 30 Prozent abgesenkt werden.

Das Jobprogramm sehe Kredite an kleine und mittlere Unternehmen sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung, Energieeinsparungen sowie in Transport und Produktion vor, sagte Rajoy am Samstag. Das gesamte Paket soll ein Volumen von 6,3 Milliarden Euro haben und am Freitag vom Kabinett verabschiedet werden.

In Spanien ist ein Viertel aller Erwerbsfähigen arbeitslos. Bei Jugendlichen liegt die Arbeitslosenquote über 50 Prozent.

Später im Juni soll nach Rajoys Worten eine umfassende Steuerreform verabschiedet werden, die auch eine Verringerung der Unternehmenssteuer vorsieht. „Wir wollen, dass die Familien mehr Geld haben, um den Konsum anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft zu erhöhen“, sagte Rajoy in Sitges im Norden des Landes.

Der IWF hatte Spanien nahegelegt, seine Steuereinnahmen zu erhöhen, um öffentliche Aufgaben wahrnehmen zu können. Außerdem sollte Spanien mehr Anstrengungen unternehmen, um sein Haushaltsdefizit abzubauen und damit eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft zu ermöglichen.

Kommentare

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  1. fan sagt:

    Überall werden die kleinen und etwas größeren Notanker ausgeworfen, weil die großartigen Polit-Profis nicht mehr weiter wissen und die Wirklichkeiten nicht mehr erfassen können..!

    Der Go-Down wird kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche..!

  2. Helmut Josef Weber sagt:

    Solange Spanien den Euro hat, wird die Verarmung immer weiter fortschreiten.
    Ein Land, dessen Strukturen der Verwaltung aus dem Mittelalter kommen und wo der König (wie in Afrika) auf Elefantenjagd geht, während Teile der Bevölkerung hungern, und selbst Mitglieder der Königsfamilie sich die Taschen mit Geldern der Mafia vollstopfen, kann nur mit einer eigenen Währung leben und nicht mit dem Euro, den auch gleichzeitig der Exportweltmeister benutzt.
    Aber ich denke, es wird erst viel Blut fließen muss, bis die Mafia in Brüssel ein Einsehen hat.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  3. Matthes sagt:

    Warum sollte einer sich abmühen, wenn es andere ohne diese Mühe schaffen? Da muss eben die EU ein paar hundert Milliarden mehr rüberschieben. Diese Konzepte aus Brüssel dienen nur der Finanzwirtschaft, die den Steuerzahler in Haftung nimmt. Mit politischem Sachverstand hat das nichts zu tun. Da wäre es schon richtig, endlich einmal den Riegel vorzuschieben!

  4. Hans von Atzigen sagt:

    Da manifestiert sich ein riesen Dilemma.
    Die Regierung muss für Entspannung im Sozialbereich sorgen, will sie nicht Verarmungsrevolten Heraufbeschwören.
    Das Rezept ist hinlänglich bekannt, sogenannte Konjunkturkurbel mit zusätzlicher Liquidität. Konsum stimulieren über Zusatznachfrage kombiniert mit gleichzeitiger Steuersenkung. Ergebnis die Gesamtliquidität und damit die Gesamtverbindlichkeiten steigen weiter, mit absehbar nur begrenzter Wirkung in der Realwirtschaft.
    Der IWF will höhere Steuern die die Stimulanz- Wirkung postwendend wieder abschöpft.
    Gas geben und gleichzeitig bremsen, damit ruiniert man jede Karre in Rekordzeit.
    Das Rezept der rein Monetären Realwirtschaftssteuerung hat längst in der Realwirtschaft kaum zu reparierenden Schaden angerichtet.
    Der Schaden hat längst Dimensionen erreicht, die nur noch wenn denn überhaupt nur sehr langfristig Reparierbar sind.
    Die Erkenntnis das ein Ökonomie- Perpetuum- Mobile ein Ding der Unmöglichkeit ist wird sich wohl erst ,,durchsetzen,, wenn das ,,Ding,, Wirtschaft senkrecht und Final abstürzt.
    Die Saat für das aktuelle Dilemma wurde bereits in den 80 iger Jahren ausgestreut die daraus hervorgegangene ,,Pflanze,, trägt immer bitterere Früchte.
    Die ,,Wissenschaftliche,, Ökonomische Forschung Lehre hat längst, jämmerlich mit Verheerender Wirkung versagt.
    Gewiss es gab Warner, leider eine kleine Minderheit die wurde von der erdrückenden Hurra- Mehrheit regelrecht an die Wand gedrückt und zugeschüttet.
    Das Ergebnis ist bitter sehr bitter.
    Freundliche Grüsse

  5. Alfons sagt:

    Was für ein Glück, dass Spanien sooooo ein reiches Land ist und seine Arbeitslosen verbeamten kann, denn nichts anderes sind diese „Programme“.

    Und weil in unser aller Friede-, Freude-, Eierkuchen- und Solidar-Union unsere südlichen failed-states besonders viele Oliven verkaufen, haben sie besonders viel Geld für Steuersenkungen.

    Unser Rolli würde selbstverständlich sofort dementieren, dass er den bankrotten Spaniern, Italienern, Griechen, Franzosen…. als ESM-Direktor ein paar Milliarden Euronen rübergeschoben hätte, für die der deutsche Bürger haftet.