Studie: Deutscher Mittelstand ist gut auf Sepa vorbereitet

Fast alle deutschen Unternehmen werden am 1. August auf das Sepa-Verfahren vorbereitet sein, so eine Studie. Ursprünglich war die Einführung zum 1. Februar vorgesehen. Doch es hatte vielerorts Verzögerungen bei der Umsetzung gegeben.

Der deutsche Mittelstand ist einer Studie zufolge gut auf die Einführung des einheitlichen europäischen Zahlungssystems Sepa vorbereitet.

Bis zum Stichtag 1. August dürfte das neue Verfahren bei den hiesigen Unternehmen nahezu vollständig umgesetzt sein, wie aus einer Umfrage unter 5.000 Unternehmen hervorgeht, die die Bielefelder Fachhochschule des Mittelstands am Montag im Auftrag der Commerzbank in Frankfurt vorstellte.

Demnach hatten zu Jahresbeginn knapp 92 Prozent der befragten Firmen die Sepa-Vorbereitungen abgeschlossen. Weitere 8 Prozent gingen davon aus, dies bis zum Sommer zu schaffen. Etwa ein Fünftel setzte bislang allerdings nur die Mindestanforderungen um, stellten die Experten fest.

Sepa (Single Euro Payments Area) soll sicherstellen, dass es für Kunden künftig keinen Unterschied mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen gibt. Unternehmen und Verbraucher erhalten 22-stellige Kontonummern, über die alle Überweisungen und Lastschriften laufen. Insgesamt nehmen 34 Länder teil.

Ursprünglich war zur Einführung der 1. Februar vorgesehen, doch gab es vielerorts Verzögerungen bei der Umsetzung. Experten warnten zuletzt eindringlich, den Firmen und Vereinen könnten Zahlungsengpässe drohen, wenn sie ihre Systeme nicht rechtzeitig umstellen und deshalb kein Geld mehr fließt. Privatpersonen haben ohnehin mehr Zeit.

Kommentare

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  1. Peter G. sagt:

    Da die bisherigen Kontodaten, also Kontonummer und Bankleitzahl (aus dieser ergibt sich auch die Nationalität) bereits alle Angaben enthalten, die jetzt in neuer Schreibweise verlangt werden, ist mir der Sinn dieser bürokratischen Auflage rätselhaft. Ein paar Zeilen Computerprogramm könnte die Umsetzung gewährleisten, und alles könnte bleiben, wie es ist. Wer kann sich eine Nummer mit vielen Nullen in der Mitte merken? Warum soll außerdem der Ausnahmefall „Auslandsüberweisung“ die Mehrzahl der inländischen Überweisungen bestimmen.
    „Europa über alles, egal ob sinnvoll oder notwendig, Hauptsache was gemacht“, das dürfte der Auslöser sein. Alle übrigen gleichzeitig durchgeführten Änderungen sind davon in keiner Weise abhängig.