Studie: Unternehmen sind derzeit hoch bewertet

Unternehmen sind derzeit sehr hoch bewertet, so eine Studie des Beraters Bain & Company. Denn der Wettbewerb bei Übernahmen habe sich verschärft. Zudem tendieren derzeit viele Unternehmen wegen der gut laufenden Aktienmärkte eher zu einem Börsengang.

Die Private-Equity-Branche sitzt einer Studie zufolge auf mehr als einer Billion US-Dollar und kann das Geld immer schwerer anlegen.

Denn eine große Konkurrenz um neue Beteiligungen und sehr hohe Bewertungen von Unternehmen machen den Finanzinvestoren zunehmend das Leben schwer, wie das Beratungshaus Bain & Company in einer am Montag veröffentlichten Studie feststellt.

Hinzu komme, dass viele Unternehmen angesichts der derzeit gut laufenden Aktienmärkte eher zu einem Börsengang tendierten als zu einem Verkauf an einen einzelnen Investor. Jüngste Beispiele für Börsengänge sind der Schornstein-Hersteller Braas Monier (mehr hier) oder der Autozulieferer Stabilus (mehr hier).

„Wir sehen eine Belebung der Deal-Aktivitäten, aber zugleich auch eine Verschärfung des Wettbewerbs“, sagte Rolf-Magnus Weddigen, Leiter der Praxisgruppe Private Equity von Bain & Company im deutschsprachigen Raum. „Mehr denn je kommt es deshalb auf die Fähigkeiten der Fonds an, während der Haltedauer Wert zu schaffen, um eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.“

Der Wettbewerb wird der Studie zufolge auch durch das angesammelte „Schattenkapital“ institutioneller Anleger angeheizt. Dazu zählen etwa Versicherer oder Pensionsfonds, die sich in Zeiten niedriger Zinsen verstärkt direkt als Private-Equity-Investoren oder Co-Investoren betätigen, ohne klassische Fondsmanager einzuschalten.

„Nur die größten und erfahrensten institutionellen Investoren verfügen über das notwendige Know-how, um eigenständig mit Private-Equity-Häusern um Buy-outs zu konkurrieren“, sagte Weddigen. Die Branche müsse die Entwicklung aber genau im Auge behalten.

Auch Martin Winterkorn, Vorstandschef der Porsche-Holding, sagte kürzlich: „Es befindet sich viel Liquidität im Markt.“ Die Porsche-Holding hatte eine Reihe von Übernahmen geprüft, um ihr Vermögen von 2,6 Milliarden Euro anzulegen. Doch die Preise der Unternehmen waren den Stuttgartern zu hoch (mehr hier).

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