Betreiber des Intercontinental in Davos ist pleite

Die Betreibergesellschaft des Davoser Luxushotels Intercontinental ist nach nur 6 Monaten pleite. Doch die Besitzerin, ein Immobilienfonds der Credit Suisse, hat bereits einen neuen Pächter. Dieser will die Angestellten übernehmen.

Nur ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Davoser Luxushotels Intercontinental ist dessen Betreibergesellschaft, die Stilli Park AG, das Geld ausgegangen. Doch das Hotel muss nicht geschlossen werden.

Die Großbank Credit Suisse konnte mit der Davoser Weriwald AG bereits eine neue Pächterin präsentieren, berichtet das Nachrichtenportal htr.ch. Die Großbank sagte, die neue Pächterin stelle die nahtlose Weiterführung des Intercontinental sicher. Alle Angestellten sollen Arbeitsverträge mit der neuen Pächterin erhalten.

Das Davoser Luxushotel wird wegen der eigentümlichen Farbe und Form „Goldenes Ei“ genannt. Es gehört zu einem Immobilienfonds der Credit Suisse. Aus rechtlichen Gründen darf der Fonds das Hotel nicht selbst betreiben.

Zuvor hatte Martin Buchli, der Verwaltungsratspräsident der alten Pächterin, die Bilanz beim Bezirksgericht in Chur deponiert. Die Stilli Park verfügt über ein Aktienkapital von 2 Millionen Franken, das bei einem Konkurs verwertet werden kann.

Die Schulden sollen sich insgesamt auf rund 3 Millionen Franken belaufen. Am meisten Geld schuldet die Gesellschaft der Hotelgruppe Intercontinental, die das Luxushotel betreibt und als Gastgeber auftritt.

Niemand trage die Schuld an der Pleite, sagte Buchli im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Der Grund für den Konkurs sei der „Misserfolg des Objekts“.

Konkret gab es Schwierigkeiten vor der Hotel-Eröffnung, die auf Anfang November letzten Jahres geplant war, aber erst am 19. Dezember erfolgte. Ein großer Wasserschaden wurde bekannt, mehrere kleinere drangen nicht an die Öffentlichkeit. Buchli sagte, es brauche eine gewisse Anlaufzeit, um das Hotel rentabel zu betreiben.

Der Immobilienfonds der Credit Suisse investierte insgesamt 250 Millionen Franken in den Bau, zu dem 38 Zweitwohnungen gehören. Die Investitionen alleine in das Luxushotel beliefen sich auf 155 Millionen Franken.

In dem Hotel stehen 216 Zimmer und Suiten mit Balkonen zur Verfügung. Der Spa erstreckt sich auf über eine Fläche von 1.200 Quadratmetern. Die Fläche für ein Dutzend Konferenzräume misst 1.500 Quadratmeter. Drei Restaurants, Bars und ein Sportgeschäft sind ebenfalls Teil des Hotels. Für das Wohl der Gäste sorgen über 200 Beschäftige, darunter 45 Köche.

Kommentare

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  1. Donald Trump sagt:

    Nach dem dritten Konkurs gehts dann meistens…

  2. Pedro sagt:

    So kommt’s halt, wenn nur die Schale „golden“ ist!