Regierung prescht vor: Reform des CO2-Handels kommt schon 2017

Bund dringt auf raschere Reform des CO2-Handels als EU-Kommission. Das Klimaziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, rückt in weite Ferne. Schon 2017 sollen Maßnahmen zu Stabilisierung des Handels mit Schadstoff-Zertifikaten umgesetzt werden. Unternehmen sollten sich darauf einstellen.

Im Kampf gegen den Klimawandel dringt die Bundesregierung auf eine schnellere Reform des Handels mit Kohlendioxid (CO2)-Verschmutzungsrechten als die EU-Kommission. Die zweite Stufe des Vorhabens müsse schneller greifen als im Jahr 2021, wie von der Kommission vorgesehen, erklärte das Umweltministerium am Donnerstag in Berlin. Die Bundesregierung habe sich daher darauf verständigt, dass schon 2017 die sogenannte Marktstabilisierungs-Reserve eingeführt werden solle.

Dies sei der Kommission nun förmlich übermittelt worden. Ziel der Reform ist es, die Rechte zum CO2-Ausstoß zu verknappen, damit deren Preis zu erhöhen und somit Industrie und Kraftwerksbetreibern mehr Anreize für Investitionen in den Klimaschutz zu liefern. Das Projekt hat allerdings in den europäischen Staaten auch viele Gegner und wird daher noch länger diskutiert werden.

Die Kommission will ihren Plänen zufolge unter bestimmten Bedingungen bis zu zwölf Prozent der CO2-Zertifikate dem Markt entziehen. Zu den Voraussetzungen gehört, dass mindestens 100 Millionen Papiere aus dem Markt genommen werden. Wenn die EU-Behörde bei ihren jährlichen Berechnungen feststellt, dass weniger als 400 Millionen Zertifikate im Umlauf sind, will sie 100 Millionen Verschmutzungsrechte wieder freigeben. Falls weniger als 100 Millionen Zertifikate in der Reserve vorhanden sind, müssen alle Papiere auf den Markt geworfen werden. Damit soll in Zeiten einer Wirtschaftsflaute und geringer Produktion der Preis der Rechte stabilisiert werden.

Die EU will zur Stützung der Preise über das sogenannte Backloading bereits Verschmutzungsrechte für 900 Millionen Tonnen CO2 zeitweise entziehen, was aber von Umweltpolitikern als nicht ausreichend angesehen wird. Diese Rechte werden bis 2020 wieder auf den Markt kommen.

Die Preise für die Verschmutzungsrechte liegen auch wegen der langjährigen Krise in Südeuropa derzeit zwischen fünf und sechs Euro pro Tonne. Ursprünglich war in der EU mit einem Preis von 15 Euro kalkuliert worden (mehr hier).

Das Bundesumweltministerium hat ein Interesse an einer zügigen Reform, da Deutschland seine nationalen Klimaziele für 2020 verfehlen könnte. Der

CO2-Ausstoß soll dann um 40 Prozent niedriger liegen als 1990. Wegen der niedrigen CO2-Preise produzieren Kohlekraftwerke derzeit günstig und werden auch nicht durch Ökostrom aus dem Markt gedrängt.

 

Kommentare

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  1. kasper sagt:

    ich denke es wird nicht mehr lange dauern, dann müssen wir nach körpergewicht gerechnet eine atemluftverbrauchssteuer bezahlen.

    Um das zu steurn wird eine luftministerium unter der führung von Pobereit und mehrdorn gebaut, in dem dann 5000 beamte arbeiten, äh….pause bis dienstschluss machen und alle 4 jahre ein staatssekrätär und ministerialdirigent in den einstweiligen vollbezahlten vorruhestand versetzt werden, weil sie das falsche parteibuch haben.

    ……und eins ist jetzt schon klar: michel wird sich auch das gefallen lassen!

  2. jugen sagt:

    Immer mehr Menschen wachen auf und lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen. Statt die Umwelt vor den Giften der Konzerne zu bewahren arbeiten wir daran den Pflanzen die Nahrungsgrundlage zu entziehen.

    CO2 ist ein Spurengas.
    Richtig deutlich wird der Schwachsinn, wenn man sich den antropogenen Anteil ansieht.

    Worum geht es eigentlich?
    Die Fakten sind: ca.: 78% Stickstoff; 21% Sauerstoff; 0,93% Argon und ein paar Spurengase wie Wasserdampf, Ozon und ca. 0.038% CO2.

    Also 0,038 Prozent CO2 sind in der Luft; davon produziert die Natur 96 Prozent, den Rest, also vier Prozent, der Mensch. Das sind dann vier Prozent von 0,038 Prozent also 0,00152 Prozent. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1 Prozent. Damit beeinflusst Deutschland 0,0004712 Prozent des CO2 in der Luft. Damit wollen wir die Führungsrolle in der Welt übernehmen, was uns jährlich an Steuern und Belastungen etwa 50 Milliarden Euro kostet.“

    Da kann man auch in einen See pinkeln und erwarten, dass er wärmer wird… 🙂

    Die ganze Klimadebatte entpuppt sich als reine Gelddruckmaschine der Eliten. Als nächstes kommt dann die persönliche CO2 Steuer – basierend auf einer persönlichen CO2-Bilanz, die, wenn man weiter denkt, dann auch einer persönlichen Überwachung (RFID) bedarf. Die technischen Möglichkeiten sind ja bereits vorhanden.

    Abkassieren und Versklaven in einem Aufwasch – eine win-win Situation, sozusagen.

  3. Antonio sagt:

    CO2 Abgabe ist eine Abzockerei in unsichtbare Kanäle.
    Ich halte mich dabei an einen Ausspruch des bekannten deutschen Meteorologen
    Doktor Wolfgang Thüne der sagt:
    Das Klima ist Folge des Wetters,
    „Klimaschutz“ ist ein politisches Wunschdenken.

  4. rene sagt:

    Haben Sie alle das auch so verstanden? CO2 nimmt in der Luft 0.03% ein (fast nichts) und sorgt bei hoeherem Anteil fuer besseres Pflanzenwachstum. Deswegen kann man in den USA CO2 Maschinen fuer das Gewaechshaus kaufen. Aber die Weltelite hat das CO2 ueber den privaten Weltklimarat so stigmatisiert das man darrueber bis heute die erste Weltsteuer rechtfertigen kann. Der bezahlte (ist ja privat) Weltklimarat muss dabei nur ein bisschen Luegen und die tausenden Wissenschaftler die gegen die wissenschaftlich falschen Aussagen protestieren durch die Mainstreamedien ignorieren, damit es kaum einer erfaehrt.
    Informieren Sie sich zum Thema Die Klimaluege, erzaehlen Si es dann weiter und beenden wir damit das falsche Spiel!

  5. Siggy sagt:

    Die Kollegen (so nennen sie sich auch noch offiziell im Bundestag, zu deutsch = Firmenkollegen) sollten Wissen, dass ein abgesenkter CO2 Gehalt im Blut für schlechte Laune sorgt. Nach der schlechten Laune kommt die Wut. So wie es hier im Ländle aussieht, kann nur noch die Wut was ändern.
    Interessant ist, wie verlogen der ganze Dreck zum Abkassiernen durchgezogen wird. Vernunft und nachweisbares Wissen zur Realität werden gar nicht erwähnt. Erfindungen und Entwickliúngen zum Besseren werden totgeschwiegen. Nicola Tesla fuhr schon 1930 einen PKW mit einem Elektromotor. Und dieser Motor lief ohne Akku und Steckdose. Er zapfte die Raumenergie an, welche Prof. Claus Tortor von der Westphaliauniversität in der Neuzeit nachgewiesen hat. Auf der Welt laufen Schwerkraftmotoren und Magnetmotoren. Einen Generator daran gekoppelt und er liefert Strom ohne CO2 und für NICHTS. Ihr Kollegen im Bundestag der Bundesrepublik in Deutschland, dass sind und nennt sich „FREIE ENERGIEN“. Leider sind sie nicht frei, sie werden bewusst von den Konzernen und ihren Parlamentshelfern unterdrückt. Wie lange noch?

  6. TC sagt:

    „…Die Preise für CO2-Zertifikate müssen angehoben werden, damit Kohle- und Erdgaskraftwerke nicht mehr flächendeckend, sondern nur noch komplementär zu den Erneuerbaren Energieanlagen genutzt werden können….“
    Wasserdampf im Bild zeigen und von Klimaschutz faseln. Wo steht ihr, Leute?

    Es wäre wünschenswert, wenn auch die DWN nicht nur einfach copy & paste machen oder sich aktiv vor den Karren der Klimamafia spannen lassen sondern ihrem journalistischen Auftrag nachkommen würden!

    „Schon 2017 sollen Maßnahmen zu Stabilisierung des Handels mit Schadstoff-Zertifikaten umgesetzt werden. Unternehmen sollten sich darauf einstellen.“
    Eben genau nicht!
    Unternehmer mit Verstand, Rückgrat und Verantwortungsbewusstsein stellen sich nicht auf auf diese Verbrecher ein und unterstützen sie sogar noch bei ihrem verbrecherischen Treiben sondern versuchen dem Wahnsinn ein Ende zu setzen und dafür zu sorgen, dass die Täter bestraft werden! Es geht um die Zukunft der gesamten Menschheit!
    Schon ein die Chemtrails jeden Tag sind ein Verbrechen, die ihres Gleiches suchen!