EU bietet Russland Gespräche über Handelsabkommen mit Ukraine an

EU-Kommissionspräsident Barroso kündigte eine neue Initiative an, um russische Bedenken gegen das eine Annäherung von Brüssel mit der Ukraine ausräumen. Russland solle an den Gesprächen teilnehmen. Putin hat bereits zugesagt.

Zwei Wochen vor der geplanten Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens mit der Ukraine demonstriert die EU Kompromissbereitschaft gegenüber Russland. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso kündigte am Freitag eine neue Initiative an, um russische Bedenken gegen das Vorhaben ausräumen. Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, bot Barroso in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin politische Gespräche auf Spitzenebene an. Daran könnten EU-Vertretern zufolge Handelskommissar Karel De Gucht und womöglich der russische Wirtschaftsminister teilnehmen. Auch die Ukraine soll dabei vertreten sein. Daneben sollen bereits vereinbarte Expertendiskussionen zwischen EU und Russland zu dem Thema vorangetrieben werden. Putin habe dem Vorschlag zugestimmt, teilte die Europäische Kommission mit.

Die ukrainische Regierung will am 27. Juni das Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnen. Russland fürchtet dadurch Nachteile für die heimische Wirtschaft und droht mit Vergeltungsmaßnahmen. Barrosos Entgegenkommen bedeutet nicht, dass die Regierung in Moskau eine Mitsprache bei der Ausgestaltung des Abkommens erhält. Es ermöglicht aber, dass die drei beteiligten Parteien in gemeinsamen Beratungen die Konsequenzen der Vereinbarung diskutieren.

In getrennten Gesprächen versucht die EU derzeit, zur Beilegung des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine beizutragen. Die Verhandlungen sollen an diesem Samstag fortgesetzt werden.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.