Kamps will Molkerei-Gruppe Müller verlassen

Der frühere Backwaren-Unternehmer Heiner Kamps wird die Molkerei-Gruppe Müller verlassen. Eine Rückkehr ins Bäckereigeschäft von Kamps ist wahrscheinlich.

Der frühere Backwaren-Unternehmer Heiner Kamps wird die Molkerei-Gruppe Müller verlassen und erwägt eine Rückkehr ins Bäckereigeschäft. „Es war immer klar, dass meine Aufgabe zeitlich begrenzt ist. Spätestens im Jahr 2016 ist Schluss, das haben wir so vereinbart“, sagte Kamps der Welt am Sonntag.

Kamps ist Vorstandschef der auf Milcherzeugnisse spezialisierten Müller Gruppe. In diese hatte der Unternehmer Kamps seine in der HK Food Holding zusammengefassten Firmen wie Nordsee, Nadler oder Homann eingebracht. „Im Jahr 2010 wollten wir die HK Food an die Börse bringen, haben uns dann aber doch für einen anderen Weg entschieden. Wir haben vertraglich festgehalten, dass nach einer gewissen Zeit Theo Müller meine Anteile kaufen kann“, sagte Kamps. „Nun hat Theo Müller seine Option gezogen. Für beide Seiten ist das ein gutes Geschäft. Es gibt keinen Zeitdruck für mich bei der Frage, wann ich aufhöre.“

Denkbar ist für Kamps der erneute Einstieg in sein früheres Gewerbe – das Bäckereigeschäft. Kamps hatte in den 90er Jahren Europas größte Bäckerei-Kette aufgebaut und an die Börse gebracht. „Im Moment zahlen Finanzinvestoren viel Geld für mittelständische Bäckereien. Das wird nicht gut ausgehen. In ein paar Jahren kommen diese Firmen günstig auf den Markt“, sagte Kamps. Es gebe derzeit keinen klaren Marktführer, der Impulse setze und innovativ sei. „Die Lage der Branche schreit doch danach, dass dies einer in die Hand nimmt. Ob ich das mache? Schauen wir mal“, sagte Kamps.

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