Merkel forciert Freihandelsabkommen mit Südamerika

Bei ihrem Besuch in Brasilien hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Freihandelsabkommen Deutschlands mit Südamerika ausgesprochen. Bestehende Hindernisse sollen überwunden werden. Die Verhandlungen laufen wieder seit 2010, nachdem sie sechs Jahre auf Eis gelegen haben.

Deutschland drängt auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen EU und südamerikanischen Ländern über ein Freihandelsabkommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Sonntag in Brasilien nach einem Treffen mit Präsidentin Dilma Rousseff, sie werde sich nach Kräften dafür einsetzen, die Hindernisse zu überwinden.

Deutschland habe ein großes Interesse daran, dass es zu einer Vereinbarung der Europäischen Union (EU) mit dem Marktbündnis Mercosur kommt, dem neben Brasilien auch Argentinien, Uruguay, Paraguay und Venezulea angehören. Die Gespräche über ein Freihandelsabkommen wurden 1999 begonnen und 2010 nach sechsjähriger Pause wiederaufgenommen. Zu den Streitpunkten gehören etwa die Agrarhilfen in Europa.

Merkel und Rousseff sprachen in der Hauptstadt Brasilia ferner über eine Ausweitung der Kooperationen in der Forschung und im Energiesektor. Außerdem diskutierten sie Vorhaben zur Ankurbelung von wechselseitigen Investitionen.

Merkel will die deutsche Fußballnationalmannschaft bei deren erstem WM-Spiel in Brasilien unterstützen. Das Team von Trainer Joachim Löw trifft an diesem Montag auf die Auswahl Portugals.

 

Weitere Themen
Merkel will Chlorhuhn in TTIP-Verhandlungen verhindern

Minister Gabriel bildet Gremium für TTIP-Verhandlungen

Gabriel verzichtet auf Investitions-Schutz bei Freihandels-Abkommen

Kommentare

Dieser Artikel hat 6 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Ein Leser sagt:

    An alle Kritiker und schwarzmaler, das ist eine gute Nachricht.

    Vorausgesetzt, die Meldung ist keine Ente.

    – Ein Handelsabkommen mit Südamerika ist gut für uns in Europa.

  2. No-Euro sagt:

    Hauptsache, die lassen sich nicht darauf ein! Merkel und EU=Uncle Sam=Absaugung von Wohlstand!

  3. Margrit Steer sagt:

    und wie soll dieses Freihandelsabkommen aussehen?
    Auch wiedr so geheim wie das mit den USA? Und auch wiedr zum Nachteil von uns?
    Frau Merkel it die größte Volksverräterin, die es je gab

  4. müller sagt:

    Super,- bald südamerikanische Standarts in der EU,und alles, alles wird Gut!

  5. G.N. sagt:

    Diese Republik ist eine Willkürstaat, die Verantwortlich in der Regierung und im Parlament stellen sich mit Ihren Beschlüssen gegen die „Freiheit Demokratische Grundordnung“. Der Rechtsbruch, sei es der ESM, Fiskalpakt, die Maastrichtverträge usw. sind an der Tagesordnung und werden leider vom Bundesverfassungsgericht durch deren Entscheidungen noch begünstigt. Das GG als Schutz des Bürgers vor dem Staat kann seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Der Bundespräsident (Bürgerrechtler und Pfarrer) betätigt sich als Kriegsbefürworter und reist von einer „Mahnstätte wider des Vergessen“ zur anderen. Für die Interessen des Volkes setzt sich kaum noch einer ein. Die Freihandelsabkommen mit den USA, Kanada und auch jetzt geplant mit Brasilien gefährden den Wirtschaftsstandort Deutschland. Fracking, Monsanto mit Gift und Genen usw. sind die Folgen für uns Bürger. Verhandlungen dazu werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Inhalte sind auf dem Klageweg für ausländische Wirtschaftsinteressen durch TTIP gegen die BRD möglich und Kapital wird dem Steuerzahler wider einmal gegen die Bestimmungen des GG entzogen. Der Vorteil der Freihandelsabkommen liegt einzig und alleine bei den anderen Staaten und gefährdet dazu noch unseren Export.
    Diese Regierung „putscht“ andauern mit ihren Beschlüssen gegen das Deutsche Volk.
    Wie lange noch? Wann begreift das der Bürger und ergreift endlich Gegenmaßnahmen?

  6. Rudolf Steinmetz sagt:

    Merkels Politik ist aus Sicht des deutschen Steuerzahlers eine permanente Verletzung ihres Amts-Eides. Nähere Begründungen finden sich hier: KenFM im Gespräch mit: Willy Wimmer (Juni 2014) unter http://kenfm.de/blog/2014/06/11/wimmer-juni-2014/