Umsatz im Gastgewerbe sinkt um 1,5 Prozent

Das Gastgewerbe startet mit dem schwächsten Umsatzplus ins zweite Quartal. Die privaten Anbieter von Wohnraum schwächen den Umsatz von Hoteliers. Bereits im ersten Quartal sank der Umsatz um 3,4 Prozent. Aufgrund des Mindestlohns werden zudem Preissteigerungen erwartet.

Die deutschen Gastwirte sind eher schwach ins zweite Quartal gestartet. Ihre Umsätze stiegen im April nur um 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dies ist das schlechteste Ergebnis seit September 2013. Bereinigt um steigende Preise sanken die Erlöse real sogar um 1,5 Prozent.

Im Vergleich zum März gingen die Umsätze nominal und real ebenfalls zurück. Für das Gesamtjahr 2014 peilt der Branchenverband Dehoga ein Umsatzplus von 1,5 Prozent an und setzt dabei auf Impulse durch die Fußball-WM und den boomenden Städtetourismus.

Nach den ersten vier Monaten sind die Unternehmen auf Kurs: Von Januar bis April lagen die Erlöse nominal 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Während die Gastronomie im April 1,5 Prozent mehr umsetzte als vor Jahresfrist, gab es in der Hotellerie ein Minus von zwei Prozent.

Online-Plattformen wie Airbnb setzen Hoteliers unter Druck. Den Finanzämtern entgehen durch die private Vermietung über solche Portale Millionen-Einnahmen (mehr hier).

Der Branchen-Verband Dehoga befürchtet, dass die Betriebe für das kommende Jahr aufgrund des Mindestlohns die Preise anheben müssen. 224.000 Branchenbetriebe sind laut Dehoga tarifgebunden (hier).

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  1. Syssiphus sagt:

    Ist doch kein Wunder,wenn mein Geld knapp ist, fällt der Restaurantbesuch eben aus.