Zündschloss-Defekt: GM ruft 3,36 Millionen Fahrzeuge zurück

GM ruft weitere 3,36 Millionen Autos zurück. Der Konzern bekommt das Zündschloss-Problem nicht in den Griff. Auf der ganzen Welt sind über 20 Millionen Fahrzeuge betroffen. Bislang kamen 13 Menschen wegen des Defekts ums Leben.

Das Rückruf-Fiasko bei General Motors (GM) erreicht neue Ausmaße: 3,36 Millionen weitere Autos orderte die Opel-Mutter am Montag in die Werkstätten zurück. Erneut waren Zündschloss-Probleme der Grund. Sie haben nach Konzernangaben zumindest zu acht Unfällen mit sechs Verletzten geführt.

Bei einer Erschütterung des Wagens – etwa durch ein Schlagloch – kann der Zündschlüssel aus der Fahrt-Position springen, wie GM erläuterte. Dies könne sich auf Servolenkung, Bremskraft-Verstärker und Airbags auswirken. Die Zündschlösser habe derselbe Ingenieur entwickelt, der bereits nach einem früheren ähnlichen Rückruf von 2,6 Millionen Wagen entlassen wurde (hier). Hier kann der Defekt zur Folge haben, dass sich Motor und elektrische Systeme auch bei hohem Tempo unvermittelt abschalten. Er wird mit mindestens 13 tödlichen Unfällen in Verbindung gebracht.

Besonders brisant ist die Affäre, weil die Probleme im Konzern seit Jahren bekannt waren, GM aber erst im Februar 2014 die Autos zurückrief. Dies hat eine Welle der Empörung ausgelöst sowie Untersuchungen von Behörden und Parlamentariern. In dieser Woche soll GM-Chefin Mary Barra erneut vor dem Kongress Rede und Antwort stehen. Sie will den Abgeordneten berichten, welche Konsequenzen das Unternehmen aus dem Skandal zieht (hier).

Allein wegen Zündschloss-Problemen hat GM in diesem Jahr insgesamt 6,5 Millionen Wagen zurückbestellt. Insgesamt startete der Konzern 44 Rückrufe weltweit, die rund 20 Millionen Autos betrafen. Die Zahl ist höher als der jährliche Fahrzeugabsatz in den USA. Trotzdem erzielte GM auf dem Heimatmarkt im Mai so viele Verkäufe wie seit August 2008 nicht mehr.

Kommentare

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  1. kasper sagt:

    das hat was. Ein centartikel wird ausgetauscht und es folgt ein rep angebot über 1000,- was unbedingt gemacht werden muss.

    da dies inzwischen auch nobelmarken machen, ist der aspekt des imageverlusts längst egal.

  2. Nigné sagt:

    Denn wer will schon noch auf die viel zu teure, mal wieder verspätete städtisch betriebene Straßenbahn warten, wenn der nächste per Uber georderte Chauffeur schon um die Ecke braust? Lieber den privaten Fiat Panda auf der Straße, als das staatsmonopolistisch betriebene Bombardier-Töff-Töff auf der Schiene: