Gabriel treibt junge Unternehmer an die Börse

Wirtschaftsminister Gabriel zufolge sollen sich junge Unternehmer in Deutschland Google, Facebook und Amazon zum Vorbild machen. Ein Börsengang sei dem Verkauf des Unternehmens an ausländische Investoren vorzuziehen. Die Bundesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, Börsengänge für junge Unternehmen wiederzubeleben

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will deutschen Jung-Unternehmen den Börsengang schmackhaft machen. Es gebe einen großen Mangel in Deutschland, wenn vielversprechende Jung-Firmen neues Kapital zur Finanzierung ihres Wachstums benötigten, sagte Gabriel am Dienstag bei einer Startup-Konferenz in Berlin. Im Sinne der deutschen Volkswirtschaft plädiere er für den Börsengang statt des Verkaufs an einen häufig ausländischen Investor. So bleibe die Entscheidungshoheit der Firmen im Lande, sagte der SPD-Politiker.

Ein Börsengang eröffne auch dann die Chance, „ein größerer Spieler am Markt zu werden“, wenn Jung-Unternehmen an den Punkt gelangten, im größeren Umfang Kapital für das Wachstum zu generieren. In den USA seien heutige Marktriesen wie Google, Facebook oder Amazon diesen Weg gegangen. Dort sei der Börsengang innovativer junger Firmen weitaus üblicher als in Deutschland.

„Vom amerikanischen Beispiel kann man eine Menge lernen“, lobte Gabriel. Dazu sei neben finanzstarken Investoren eine funktionierende Börse nötig, die Wachstumsunternehmen mit attraktiven Angeboten für den Kapitalmarkt gewinnen könne.

Die USA hätten sich vom Platzen der „New Economy-Blase“ zur Jahrtausendwende offenbar erholt. Deutschland haben dagegen den Zusammenbruch des Börsensegments „Neuer Markt“ für Technologie-Firmen immer noch nicht verkraftet und keinen zweiten Anlauf gewagt. Damit sei Deutschland in diesem zukunftsträchtigen Bereich zurückgefallen. Wenn es nicht gelinge, auch in Deutschland ein funktionierendes Börsensegment für wachstumsstarke Unternehmen zu schaffen, „berauben wir uns einen Großteils unserer Innovationskraft“, sagte Gabriel.

Die Bundesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, Börsengänge für junge Unternehmen wiederzubeleben. Daher solle schnell geprüft werden, ob ein neues Börsensegment „Markt 2.0″ für diese Unternehmen geschaffen werden könne. Noch sei aber nicht entschieden, ob der Weg über ein neues Börsensegment der beste sei. Er wolle dazu im Spätsommer Unternehmen und Börsenvertreter einladen, um zu besprechen, wie die Rahmenbedingungen für Wagniskapital verbessert werden könnten.

 

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Kommentare

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  1. Dark_Prophet sagt:

    Mal wieder ein guter und vor allem Geistreicher Vorschlag der von den USA Gesteuerten
    Sozialdemokraten, man will also Jungunternehmer an die Börse locken damit diese dort Investieren und im Falle einer kommenden Blase bzw Hyperinflation gleich Bankrott und Pleite gehen können ! Verbrecherbande !! So wird der Mittelstand kaputtgemacht !! NWO is coming 🙁

  2. Evolution sagt:

    „Treiben“, so wie man Vieh zum Schlachter treibt, bringt es auf den Punkt.

    Die guten Ideen werden abgesaugt, den Gewinn machen die „Investoren“ aus dem Land, wo grüne Zettel in beliebigen Mengen zum Nachteil der restlichen Welt gedruckt werden. Hurra!

  3. Ingenieur sagt:

    Der Herr Minister sollte nicht so viel essen, das erschwert das klare Denken. Auch bei einem Börsengang kann ein Unternehmen schnell in ausländische Hände fallen, denn wenn der Laden was taugt haben englische oder amerikanische Investoren schnell die Aktienmehrheit.

    • jojo sagt:

      genau das ist doch der hauptgrund. Deutschland aussaugen und versklaven heisst die devise.
      ich weiss nicht warum das so wenige menschen einsehen. Liegt doch quasi klar auf der hand.
      Auch die meisten DAX 30 gehören mehrheitlich nicht D.

  4. jojo sagt:

    fettstoffwechselstoerungs Siggi treibt menschen in den ruin. Keine ahnung warum der nicht mit dem flugzeut in alaska abstürzt.