Globale Überproduktion lässt Zucker-Preise sinken

Sinkende Preise setzen Südzucker-Tochter Agrana zu. Das Unternehmen erwartet für das kommende Jahr einen deutlichen Gewinn-Rückgang. Die Überproduktion lässt die Preise für Zucker und Bioethanol sinken.

Der Gewinn der Südzucker-Tochter Agrana schmilzt angesichts sinkender Absatzpreise für Zucker und Stärke deutlich ab. Für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 (bis Ende Februar) erwartet der österreichische Konzern nach einem mauen Jahresstart nun ein Betriebsergebnis (Ebit) deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 167 Millionen Euro, wie die Firma am Freitag mitteilte. Grund dafür ist zum einen die weltweite Überproduktion bei Zucker, die die Preise drückt. Zudem hatte das Unternehmen bereits vor steigenden Einkaufspreisen im Stärkegeschäft gewarnt, sollte die Getreideproduktion im wichtigen Exportland Ukraine wegen der politischen Unruhen zurückgehen. An der Börse gab die kaum gehandelte Agrana-Aktie nach der Mitteilung rund ein Prozent nach.

Vor knapp zwei Monaten hatte Agrana für das laufende Geschäftsjahr lediglich einen leichten Rückgang bei Umsatz und Betriebsgewinn angekündigt. Mit der Gewinnwarnung schließt sich der Konzern nun der Prognose der Mutter Südzucker an: Auch sie musste ihre Erwartungen vor knapp drei Monaten deutlich nach unten korrigieren (mehr hier).

Agrana ist so wie die deutsche Mutter stark im Zuckergeschäft vertreten. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Fruchtzubereitungen – etwa für Joghurts – und Saftkonzentrate. Auch im ersten Quartal hinterließen die sinkenden Absatzpreise ihre Spuren in der Agrana-Bilanz. Bei einem rund 19 Prozent geringeren Umsatz von 647 Millionen Euro sank das Betriebsergebnis um elf Prozent auf knapp 53 Millionen Euro.

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