Chinesen könnten Macht bei Gabelstapler-Hersteller Kion ausbauen

Die chinesische Weichai Power könnte ihre Beteiligung am Wiesbadener Gabelstapelhersteller Kion weiter aufstocken. „Weichai besitzt ein Vorkaufsrecht für den Fall, dass Goldman oder KKR Aktien verkaufen wollen“, so Kion-Finanzchef Toepfer. Weichai besitzt aktuell ein Drittel der Kion-Papiere. Nach chinesischem Recht darf das Unternehmen als Haupteigentümer die Geschäftszahlen der Hessen konsolidieren.

Die chinesische Weichai Power könnte ihre Beteiligung am Wiesbadener Gabelstapelhersteller Kion weiter aufstocken. „Weichai besitzt ein Vorkaufsrecht für den Fall, dass Goldman oder KKR Aktien verkaufen wollen“, sagte Kion-Finanzchef Thomas Toepfer der Börsen-Zeitung. Weichai war Mitte Juni nach dem Teilausstieg der Finanzinvestoren zum größten Kion-Aktionär aufgestiegen und besitzt aktuell ein Drittel der Kion-Papiere. Der Anteil der einstigen Haupteigentümer Goldman Sachs und KKR betrug zuletzt noch knapp 27 Prozent.

Nach chinesischem Recht darf das Unternehmen nun als Haupteigentümer die Geschäftszahlen der Hessen konsolidieren. Toepfer betonte allerdings, dass Weichai weiterhin keinen Einfluss auf das operative Geschäft habe. „Der Vorstand führt die operativen Geschäfte und der Aufsichtsrat hat keinerlei operativen Einfluss“, sagte der Finanzchef. Daran halte sich Weichai.

Zukäufe seien für Europas größten Gabelstaplerhersteller aktuell kein Thema. „Wir sind gut gerüstet in unserer Kapitalstruktur. Aber es bedarf eben auch immer sinnvoller Akquisitionen, und die sehen wir im Moment nicht“, sagte Toepfer.
Im laufenden Jahr sollen Auftragseingang und Umsatz leicht steigen, das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen solle um fünf bis zehn Prozent zulegen. Davon sollen die Aktionäre überproportional profitieren. „Die Ausschüttungsquote soll sukzessive von 25 auf 35 Prozent steigen“, sagte Toepfer.

Kommentare

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  1. M77 sagt:

    Wenn ich mir das Handeln der Chinesen vor allem in Griechenland anschaue, dann denke ich, da muss man sich die Lage näher betrachten und regulatorische Mitteln bereithalten. Die Chinesen sind potentiell nicht minder gefährlich als die Russen. Die Russen besetzen die Krim, die Chinesen die Inseln vor der Küste Vietnams. Dementsprechend soll auch der Umgang sein

  2. Werner sagt:

    Sieht so aus als ob die Deutschen auch nur das können was die Chinesen auch , aber wohl zu billligeren Preisen könnnen : Gabelstapler bauen . Armes Deutschland , auf das Niveau der Chinesen abgesackt ! Oh weh !