Russland: Wirtschaft dürfte durch Sanktionen schrumpfen

Russland rechnet im Falle von Wirtschaftssanktionen des Westens mit einem Rückgang der eigenen Wirtschaftsleistung. Die Wachstumsraten würden in den „negativen Bereich“ geraten, sagte Wirtschaftsminister Uljukajew im russischen Fernsehen. Niedrigere Einnahmen, ein Anstieg der Inflation und ein Rückgang der Staatsreserven seien denkbar.

Russland rechnet im Falle von Wirtschaftssanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise mit einem Rückgang der eigenen Wirtschaftsleistung, jedoch nicht mit einer „dramatischen Entwicklung“. Die Wachstumsraten würden in den „negativen Bereich“ geraten, sagte Wirtschaftsminister Alexei Uljukajew am Samstag im russischen Fernsehen. Außerdem seien niedrigere Einnahmen, ein Anstieg der Inflation und ein Rückgang der Staatsreserven denkbar. Dem werde die Wirtschaft jedoch standhalten.

Die russische Regierung habe verschiedene Szenarien der Sanktionen durchgespielt, sagte der Minister weiter. In einer relativ gemäßigten Version seien lediglich Luxusgüter wie Pelze oder Kaviar betroffen, sagte Uljukajew. Bei schärferen Varianten seien auch Metalle, Dünger, Gas und Öl einbezogen.

Die EU hat Russland mit härteren Sanktionen gedroht, wenn es nicht mehr unternimmt, um die Kämpfe in der Ostukraine zu stoppen. Dabei wurde nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel aber nicht festgelegt, ob weitere Strafmaßnahmen nur Kontensperrungen und Reisebeschränkungen oder auch Wirtschaftssanktionen umfassen. Frankreichs Präsident Francois Hollande kündigte an, am Sonntag mit Merkel, dem ukrainische Präsidenten Petro Poroschenko und Russlands Staatschef Wladimir Putin telefonisch über die Situation zu beraten.

Kommentare

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  1. Anarchist sagt:

    Wem nützen Sanktionen?
    Natürlich niemandem, außer der selbstherrlichen Eitelkeit unserer Politiker, die durch diesen weiteren Fehler und massive Propaganda versuchen, so ihre verfehlte Ost- und insbesondere Russlandpolitik zu kaschieren. Und sie finden auch immer genug Bürger, die darauf reinfallen und sogar irrwitzige Wirtschaftssanktionen befürworten. Doch am Ende treffen solche Sanktionen immer den einfachen Bürger, egal ob in Deutschland, der EU oder in Russland. Es sind häufig Familienväter, die ihr monatliches Einkommen verlieren würden und deren Existenz durch diese Politik gefährdet wird. Unsere Politiker zeigen mal wieder gekonnt ihre völlige Inkompetenz durch die Simulation von echter Politik. Aber die Show funktioniert ja, so manch einfältiger Michel glaubt diesen Politikern.

  2. T.Körner sagt:

    Der Russe kann das ab der ist das leiden gewöhnt . Aber ob das auch für die EU und die Wirtschaft gilt ist so eine frage !