Umfrage Deutscher Mittelstand: Innovationen stehen an erster Stelle

Der deutsche Mittelstand sieht die konjunkturelle Lage entspannt. Eine Umfrage der Deutschen Mittelstands Nachrichten hat ergeben, dass die meisten Unternehmen ihr Personal stabil halten wollen. Allerdings sehen alle eine große Herausforderung: Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ist nur durch massive Produkt-Innovationen zu sichern.

Die Deutschen Mittelstands Nachrichten haben die Interessenvertreter des deutschen Mittelstands nach ihrer Einschätzung zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2014 und der Bedeutung von Innovationen für Ihre Branchen befragt.

Die Stärke des deutschen Mittelstands liegt darin, technologisch immer einen Schritt voraus zu sein und sich besser als andere an den Anforderungen der Kunden zu orientieren. In der Elektroindustrie zum Beispiel bringen 7 von 10 Unternehmen regelmäßig Produkt- & Prozessinnovationen hervor, die wiederum Impulsgeber für mehr als ein Drittel der Innovationen im verarbeitenden Gewerbe sind. Aber auch die branchenübergreifenden Innovationsfelder gewinnen immer mehr an Bedeutung: Der zukünftigen Knappheit an Ressourcen muss durch neue Materialien und Werkstoffen entgegengewirkt werden. Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung des Mittelstands und die Berücksichtigung der internationalen Vernetzung in den Innovationsstrategien der einzelnen Unternehmen. Industrie 4.0 und Cloud Computing sind oft verwendete Schlagworte.

Generell wird die konjunkturelle Lage Deutschlands für 2014 durchaus positiv bewertet. Auftragseingänge, Produktion und Umsatz sind im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen und liegen teilweise höher als in den letzten beiden Vergleichsjahren. 2014 werden auch wieder steigende Anlageinvestitionen verzeichnet und der Konsum lässt auf Grund der relative stabilen Beschäftigungssituation auf eine positive Entwicklung hoffen. Die Entspannung der Euro-Krise und die damit verbundene Beruhigung der Finanzmärkte trägt sicherlich zur positiven Grundstimmung bei.

Aber noch ist das Vertrauen der Märkte und der Bürger in den Euro nicht zurückgekehrt und es ist abzuwarten, wie sich die Lage weiterhin entwickelt. Für den Mittelstand ist es wichtig, weiterhin mit Unsicherheiten und Rückschlägen zu rechnen und durch einen guten Risikomix sowie aufmerksames Risikomanagement diesen Schwankungen entgegenzuwirken. Es gilt das richtige Maß an Investitionen zu finden und die Produktion noch flexibler zu gestalten.

Der größte Absatzmarkt für den deutschen Mittelstand ist immer noch der europäische Binnenmarkt. Neben Nordamerika werden aber vor allem die sogenannten „Emerging Markets“ wie Asien (speziell China) und Afrika immer wichtiger und sollten in Zukunft noch stärker bearbeitet werden. Die Deutschen Mittelstands Nachrichten werden in den kommenden Tagen Interviews mit Vertretern mittelständischer Verbände veröffentlichen, unter anderem mit: Dr. Christoph Niering (VID), Dr. Andreas Gontermann (ZVEI), E .Michael Andritzky (VdEW), Ulrike Grünrock-Kern (BVL), Dr. Michael Wolgast (DSGV), Marlies Schäfer (VDMA), Helmut Hirsch (WDK), Daniela Waterböhr (SPECTARIS), Marc Evers (DIHK), Fridtjof Ludwig (Bundesinnungsverband Tischler Schreiner Deutschland).

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