Jugendarbeitslosigkeit in der EU kommt Steuerzahler teuer zu stehen

Die EU-Jugendarbeitslosigkeit kostet 153 Milliarden Euro im Jahr, belegt eine Studie. Dagegen fallen die Kosten für die EU-Jugendgarantie mit 21 Milliarden Euro gering aus. Wenn die EU ihre Anstrengungen auf dem Arbeitsmarkt nicht verstärkt, wird sich in Griechenland und Spanien so schnell keine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt abzeichnen.

Die in weiten Teilen der EU immer noch hohe Jugendarbeitslosigkeit schafft für die betroffenen Länder riesige Belastungen. „Die Kosten für junge Menschen, die weder einer Arbeit, Ausbildung noch Schulung nachgehen, liegen bei 153 Milliarden Euro pro Jahr beziehungsweise 1,21 Prozent des Bruttoinlandsprodukts„, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage unter Verweis auf Forschungsergebnisse. Es gehe im Kern um Sozialleistungen und um entgangene Steuereinnahmen.

Dagegen nehmen sich die Kosten für die sogenannte EU-Jugendgarantie, mit der Jugendliche mit Hilfe von EU-Geld innerhalb kurzer Zeit einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsplatz erhalten sollen, mit 21 Milliarden Euro jährlich für die Euro-Zone relativ bescheiden aus. Der geschätzte Nutzen der Jobgarantie übersteige die Kosten bei weitem, hieß es.

Im April waren in der EU 5,26 Millionen Jugendliche ohne Arbeits- oder Ausbildungsplatz, wobei nach Angaben der EU-Kommission inzwischen aber eine Stabilisierung erreicht wurde. Am höchsten liegt die Quote in Griechenland und Spanien, wo sie deutlich über 50 Prozent liegt, während Deutschland mit unter acht Prozent am besten dasteht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die EU für ihre Untätigkeit im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit scharf kritisiert. Warum die EU die Fördersumme von 6 Milliarden Euro nicht ausgebe „versteht kein Mensch“, so die Kanzlerin (mehr hier).

 

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Kommentare

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  1. Margrit Steer sagt:

    Es muss dabei auch noch ganz was anderes bedacht werden: diese hohe Arbeitslosigkeit ist auch eine Gefahr für den sozialen Frieden

  2. Ingenieur sagt:

    Was fehlt denn jetzt genau bei der Jugend: die Jobs für die vorhandene (oder nicht vorhandene) Qualifikation oder für die noch offenen Jobs welche mit geeigneter Qualifikation?
    Solange diese Länder kein gewerbliches Ausbildungswesen wie in D besitzen, in dem es auch wirklich professionell zugeht, also knallharte Ausbildungspläne, morgens um 7 Uhr antreten (oder gleich 6h30 wie bei mir einst), sehe ich da kein Licht am Horizont der Lotterländer.

  3. Delta120 sagt:

    Jedes Volk bekommt die Regierung die es wählt. Wer nicht wählt, soll sich später nicht beschweren. Abgesehen davon sieht der Staat, wer gewählt hat und wer nicht.

  4. Kulleraugen sagt:

    die Jugend sollte sich bei den Nächsten Wahlen daran errinern wer Ihnen das Angetahn hat

  5. bate77 sagt:

    Peanuts, wenn man diesen Kosten die Kosten für die Rettung der null-leistenden Banken mit ihrem Geld aus dem Nichts (FIAT-Geld) gegenüberstellt.

    Bankrun für alle, jetzt!

  6. Alfons sagt:

    Alle diese mittelalterlichen Agrarstaaten hatten schon immer eine -versteckte- Arbeitslosigkeit von über 50%.

    Unter einer eigenen Währung fiel es nur nicht auf, dass der „Arbeitnehmer“ morgens auf seinem Esel zu Siesta ritt, um dann nach Sonnenuntergang noch ein paar Oliven zu pflücken und als „vollbeschäftigt“ galt.

    Seit Schaffung der sog. „EU“ gilt die Doktrin des „einheitlichen Wohlstandes“ für alle.

    Bei gleichgebliebenen „Leistungen“ in unserer südlichen Bruderstaaten, ist der Esel als Fortbewegungsmittel passé, es muss der VW-Golf sein.
    Langte früher der örtliche Voodoo-Priester für die Volksgesundheit, so muss es heute die örtliche Klinik sein.

    Da diese failed-states (EUdSSR-Bruderstaaten) allerdings den Wohlstands-Anspruch ihrer Bürger nicht selbst erwirtschaften können, muss Super-Michel mit sofortiger flächendeckender und ewiglicher Bankrott-Staaten-„Solidarität“ aushelfen.
    Und jetzt ganz neu sogar mit 20% Ukraine-Mehrwert.

  7. Harbbauer sagt:

    Wer glaubt denn noch daran, dass die Eu den Mißstand beseitigen will? Die EU wurde doch dafür gegründet, solche Zustände zu schaffen. EU der hinterlistigste Vorarbeiter einer NWO.

  8. Rudolf Steinmetz sagt:

    Die Jugendarbeitslosigkeit (Youth-Bulge) ist eine Zeitbombe, siehe „Arbeitslose junge Männer sind Ursachen für Kriege“: http://www.welt.de/kultur/history/article13811597/Arbeitslose-junge-Maenner-sind-Ursachen-fuer-Kriege.html AUCH DEUTSCHE werden jetzt ISIS-Kämpfer im Irak: wo sollen sie sonst Männlichkeit lernen in einer Genfer-Welt? BRANDBESCHLEUNIGER LIEFERN die Hintermänner, denn „Mehr als ISIS-Terroristen fürchten wir jene, die sie unterstützen: USA und Saudi-Arabien“: http://www.katholisches.info/2014/06/26/mehr-als-isis-terroristen-fuerchten-wir-jene-die-sie-unterstuetzen-usa-und-saudi-arabien/
    DURCH DIE GESTEUERTE Zuwanderung soll dieses Problem rasch zunehmen, eine Art biologische Waffe, die der amtierende Jesuiten-Papst auf Lampedusa gesegnet hat. Sonst hätte er Lösungsvorschläge gemacht. Zum Beispiel den USA verbieten Boko Haram zu unterstützen und zu benützen um Afrika umzupflügen und dann auszubeuten: http://lupocattivoblog.com/2014/05/14/boko-haram-ist-eine-cia-geheimoperation/