Chemieindustrie meldet steigenden Umsatz

Der Aufwind in der Chemiebranche hält an. Der Umsatz wächst um zwei Prozent auf 98 Milliarden, vermeldet der Branchenverband VCI. Dabei setzt sich das Wachstum aus der Nachfrage aus Deutschland (30%) und dem Ausland (70%) zusammen.

Der Aufschwung in der Chemiebranche hat sich zur Jahresmitte fortgesetzt. Dank kräftiger Nachfrage aus der heimischen Industrie bauten die Chemieunternehmen im ersten Halbjahr ihren Umsatz um zwei Prozent auf 98 Milliarden Euro aus, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Deutschlands drittgrößter Industriezweig nach Autobranche und Maschinenbau steigerte seine Chemikalienproduktion um drei Prozent. Nur bei den Preisen ist der Aufschwung noch nicht angekommen: Die Unternehmen mussten ihre Preise im Halbjahr binnen Jahresfrist sogar um zwei Prozent senken.

Die Stimmung in der Branche sei, was das Geschäft angehe, recht gut, erklärte VCI-Präsident, Merck -Chef Karl-Ludwig Kley. „Wir sind sogar zuversichtlich, dass sich das in der zweiten Jahreshälfte noch weiter verbessert.“ Die Erholung der Vorquartale habe angehalten. Nicht nur in Deutschland, auch in der Europäischen Union liefen die Geschäfte besser. Die Branche mit Größen wie BASF, Bayer und Merck erzielt rund 70 Prozent ihres Auslandsgeschäftes bei den europäischen Nachbarn. Die Anlagen seien im ersten Halbjahr mit 85 Prozent gut ausgelastet gewesen.

Für das Gesamtjahr 2014 rechnet Kley wie bisher mit einem leichten Anstieg der Chemikalienproduktion von zwei Prozent. Beim Branchenumsatz wird ein Plus von 1,5 Prozent auf 193,5 Milliarden Euro erwartet. Bei den Chemikalienpreisen geht der Verband für 2014 von einem leichten Rückgang um 0,5 Prozent aus.

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