WM hat positiven Effekt auf deutsche Wirtschaft

Eine erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft gibt der deutschen Wirtschaft mehr Schwung. Der Handel mit Fanartikeln und das Gastgewerbe profitieren von der guten Leistung des DFB-Teams. Ökonomen hoffen auf einen starken Spill-Over-Effekt auf andere Wirtschaftszweige.

Die Euphorie um die Fußball-Nationalmannschaft nach dem 7:1-Erfolg im Halbfinale gegen Brasilien kann auch der deutschen Wirtschaft einen Kick geben. „Je länger und je größer die Euphorie, umso besser laufen die Geschäfte mit Fanartikeln, Getränken und Knabbereien„, sagte der Konjunkturexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Dirk Schlotböller. „Auch das Gastgewerbe freut sich über jeden weiteren Tag des Fußballmärchens.“ Der Erfolg gegen Brasilien gebe den Geschäften daher auf den letzten Metern des Turniers noch einmal Schwung.

Das sehen Banken-Volkswirte ähnlich. „Das gibt einen kleinen zusätzlichen Schub“, sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Alexander Rees. „Wenn Deutschland tatsächlich Weltmeister wird, ist das das Sahnehäubchen“. Ähnlich sei das beim Sommermärchen 2006 – der WM im eigenen Land – gewesen. Besonders der Handel könne profitieren (mehr hier).

Auch die Konsumforscher der Nürnberger GfK erwarten einen positiven Effekt. „Die Grundstimmung kann noch einen Tick optimistischer werden“, sagte GfK-Experte Ralf Bürkl. „Der Effekt dürfte aber beschränkt sein, weil die Stimmung ohnehin schon sehr gut ist – die Luft nach oben wird dadurch immer dünner.“

Eine große Wirkung auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts dürfte aber auch der Weltmeistertitel nicht haben. „Der Nettoeffekt ist gering für die deutsche Wirtschaft“, sagt UniCredit-Ökonom Rees. „Doch der bereits angelegte Aufwärtstrend der Konsumkonjunktur dürfte sich dann noch ein bisschen verstärken.“

 

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Alfons sagt:

    Wenn die deutsche Wirtschaft begreift, dass ihr gerade -während der Balltretung beschlossen- über die Bankenunion die alternativlose Kontopfändung in Haus steht, dürfte es mit der Euphorie vorbei sein.

    Dann heißt es nur noch: so schnell wie möglich raus aus dem EU-Regime; bevor unsere südlichen Freunde der Solidarität mit tatkräftiger Unterstützung heimischer Kollaborateure („Volksvertreter“) alles stehlen, was nicht niet- und nagelfest ist.