Markt für E-Bikes in Österreich bereits gesättigt?

In Niederösterreich sind E-Bikes sehr beliebt. In den vergangenen zwei Jahren stieg der Vertrieb mit den modernen Bikes stetig an. Doch der Markt scheint gesättigt, die Nachfrage stagniert.

Elektro-Fahrräder sind in Niederösterreich besonders beliebt: Acht Prozent der Radfahrer besitzen ein E-Bike, das sind doppelt so viele wie im Österreichschnitt. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Market-Umfrage im Auftrag des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ).

„Laut Verkehrsclub Österreich gibt es in Niederösterreich bereits mehr als 50.000 Elektro-Fahrräder, Tendenz steigend. Wichtig ist uns als Bundesland Niederösterreich, dass wir die Erneuerbaren Energien weiter ausbauen, denn wirklich sinnvoll ist der Betrieb von E-Fahrzeugen nur mit Ökostrom“, so Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf in einer Mitteilung der Niederösterreichischen Landesregierung.

In Niederösterreich sind die Bedingungen für Elektro-Fahrräder optimal. Topographisch anspruchsvolle Wege und vor allem längere, teilweise windreiche Strecken, können mit dem E-Bike leichter zurückgelegt werden als mit konventionellen Fahrrädern. „Das E-Bike ermöglicht tägliche Wege bis zu 15 Kilometer problemlos“, betont Mag. Gerald Franz, Mobilitätsexperte der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Besonders gut ist das Elektro-Fahrrad für den Weg in die Arbeit geeignet. Diese Entwicklung nehme aber auch Gemeinden und Betriebe in die Verantwortung, so Franz weiter: „Städte, Gemeinden, Unternehmen aber auch Wohnbauträger sollten darauf achten, geeignete Rahmenbedingungen für E-Biker zu schaffen.“ Neben überdachten, sicheren und ausreichenden Abstellanlagen bedeute dies auch, eine sichere und umweglose, kreuzungsfreie Radwegeinfrastruktur zu schaffen.

Der Umfrage zufolge will knapp die Hälfte aller niederösterreichischen Radfahrerinnen und Radfahrer einmal ein E-Fahrrad ausprobieren. Im Vorjahr war bereits jedes neunte verkaufte Fahrrad in Österreich ein E-Fahrrad. „In Summe wurden 43.000 E-Bikes verkauft, auf Österreichs Straßen und Wegen sind damit bereits 150.000 E-Bikes unterwegs“, berichtet das Magazin Format.at.

Allerdings zeige sich, dass die Nachfrage bereits stagniert. Grüße Sprünge, wie aus den Jahren 2008 bis 2010, in denen sich die Zahl der verkauften E-Bikes von 8000 auf 20.000 mehr als verdoppelte, gibt es nicht mehr. Von 2012 auf 2013 ist die Zahl nur noch von 41.000 auf 43.000 gestiegen.

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  1. biersauer sagt:

    Deutsche E-Bikes sind auch für Österreich wenig geeignet, da es hier keine PAS gibt und auch wegen der Berge eine höhere Antriebsleistung von 600W erlaubt ist. Diese deutschen Räder, wo man andauernd mittreten muss, sind nicht das Gelbe vom Ei, sondern da gibt es aus China Motore, welche diese höhere Leistung aufweisen, es sind so genannte Directdrive-Motore.
    Österreich hat bereits an die 150.000 solcher E-Bikes, was für den Nahverkehr eine gute Lösung darstellt.
    Was fehlt sind Stekdosen anden Radwegen, wo man einige Kilometer nachtanken könnte, wie zB. an den Donaukraftwerken und auch bei Windlkraftanlagen wären solch Steckdosen erwünscht-