General Electric steigert Gewinn mit Flugzeug-Triebwerken

Triebwerke von General Electric sind gefragt. Der Siemens-Rivale steigert seinen Gewinn nach der Übernahme des französischen Industriekonzerns Alstom. Der Quartalsgewinn steigt um 13 Prozent auf 3,55 Milliarden Dollar.

Der Siemens -Rivale General Electric (GE) profitiert vom Boom in der Luftfahrtbranche und hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient. Der Überschuss sei um 13 Prozent auf 3,55 Milliarden Dollar geklettert, teilte der Mischkonzern am Freitag mit. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 36,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen erklärte dies unter anderem mit guten Geschäften mit Triebwerken für Flugzeuge. Der langjährige Vorstandschef Jeff Immelt sagte, das Wirtschaftsumfeld bleibe gut.

Ab 2015 sollen auch neue Geschäfte einen positiven Ergebnisbeitrag leisten. GE übernimmt zurzeit für 12,4 Milliarden Euro das Energiegeschäft des französischen Rivalen Alstom (mehr hier). Siemens hatte in dem wochenlangen Bieterkampf das Nachsehen. Damit wird der Industriebereich – wie vom Management geplant – gestärkt.

Immelts Plänen zufolge sollen 2016 drei Viertel des Ergebnisses aus dem Kerngeschäft kommen. Vergangenes Jahr waren es nur 55 Prozent. Auch deswegen hat der Konzern gerade in Frankreich zugeschlagen. Der Finanzbereich soll dagegen verkleinert werden – eine Lehre aus der weltweiten Branchenkrise von 2008. Die nordamerikanische Finanztochter Synchrony soll daher Ende Juli an die Börse gebracht werden. Der auf Privatkunden spezialisierte Kreditkarten-Anbieter könnte 3,1 Milliarden Dollar erlösen, sollten 15 Prozent der Anteile bei Investoren platziert werden. Der restliche Teil im Wert von rund 17 Milliarden Dollar soll bei GE bleiben.

Auch der US-Mischkonzern Honeywell verdiente im abgelaufenen Quartal mehr – vor allem dank des boomenden Geschäfts mit Turboladern. Der Überschuss kletterte um acht Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 10,25 Milliarden Dollar. Angekurbelt wurde das Turboladergeschäft durch die Nachfrage von Auto-Herstellern. Diese wollen angesichts verschärfter Regulierungen in Europa, China und Asien treibstoff-effizientere Motoren bauen.

 

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