OECD setzt Regeln für internationalen Steuerdaten-Austausch fest

Die OECD legt die Regeln für den weltweiten Steuer-Informationsaustausch vor. Demnach werden Kontenstände, Zins- und Dividendeneinnahmen künftig gemeldet. Deutschland hat sich bereits zur Umsetzung verpflichtet. Der erste automatische Austausch läuft 2017 an.

Die Industrieländerorganisation OECD hat am Montag ein neues globales Regelwerk für den automatischen zwischenstaatlichen Informationsaustausch in Steuersachen (AIA) vorgelegt. Der neue Standard soll vor allem den Kampf gegen Steuerhinterziehung durch Transfer von Schwarzgeld ins Ausland voranbringen. Das Regelwerk „bringt uns einer Welt näher, in der es für Steuerbetrüger keine Verstecke mehr gibt“, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria.

Länder, die sich zur Übernahme des neuen Standards verpflichten, sollen detaillierte Konten-Informationen der in ihrem Land ansässigen Finanzinstitute sammeln und automatisch einmal im Jahr mit Partnerländern austauschen. Gemeldet werden sollen Kontenstände, Zins- und Dividendeneinnahmen sowie Verkaufserlöse aus Finanzgeschäften von Privatpersonen, Treuhandgesellschaften, Stiftungen und Unternehmen.

67 Länder, darunter Deutschland, sowie die Europäische Kommission haben sich schon zur Umsetzung verpflichtet. Der erste automatische Austausch soll 2017 anlaufen. Der neue OECD-Standard soll den Finanzministern der G20 im September vorgestellt werden

 

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  1. Rudolf Steinmetz sagt:

    Dazu fällt mir folgender Witz ein: ein geschasster Banker sitz verzweifelt auf einer Parkbank. Kommt ein Penner und fragt: „Hast`n mal `nen Euro?“ „Nein“, sagte der Banker, „Ich kann nicht mehr in die Bank“. Daraufhin der Penner: „Da war ich die ganze Nacht.“