Chemiekonzern Dupont muss starke Verluste verkraften

Eine schwache Agrarchemiesparte bremst den BASF-Rivalen Dupont. Der Quartalsumsatz sinkt um ein Prozent. Das Agrochemieergebnis fällt im zweiten Quartal um elf Prozent, das entspricht etwa 62 Millionen Dollar.

Schwache Geschäfte in der Agrarsparte setzen dem amerikanischen Chemiekonzern DuPont zu. Eine rasche Besserung ist nicht in Sicht. Der BASF -Rivale stellte am Dienstag für das laufende dritte Quartal einen operativen Gewinn in Aussicht, der weit unter den Erwartungen der Analysten liegt. In seinem Agrarchemiegeschäft rechnet der Konzern aus Wilmington im US-Bundesstaat Delaware sogar mit einen Verlust in den Sommermonaten. An der US-Börse büßte die DuPont-Aktie daraufhin 0,5 Prozent auf 65,21 Dollar ein.

Im abgelaufenen zweiten Quartal baute DuPont zwar seinen Konzerngewinn um vier Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar aus. Der Umsatz sank aber binnen Jahresfrist um ein Prozent auf 9,71 Milliarden Dollar. Vor allem im Geschäft mit Maissaatgut und Pestiziden gegen Unkraut verzeichnete der Chemiekonzern Einbußen: Der operative Gewinn der Landwirtschaftssparte schrumpfte um elf Prozent.

Für das zweite Halbjahr rechnet Konzernchefin Ellen Kullman nun mit einem operativen Gewinn je Aktie von 1,25 bis 1,35 Dollar. Etwa 40 Prozent davon sollen im dritten Quartal eingefahren werden: Das wären 50 bis 54 Cent. Analysten prognostizierten zuletzt hingegen 60 Cent. Für die Agrochemiesparte erwartet Kullman sogar einen operativen Verlust auf Vorjahresniveau von 62 Millionen Dollar. Für die DuPont-Chefin ist das nur eine Schwächephase. „Wir rechnen weiter langfristig mit einem starken wissenschaftsgetriebenen Wachstum in diesem Segment,“ erklärte sie.

Das amerikanische Traditionsunternehmen, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1802 zurückreichen, steckt im Umbau. Dupont will seine Chemiesparte Performance Chemicals 2015 abspalten, die unter anderem das Weißpigment Titandioxid und Kältemittel produziert. Konzernchefin Kullman will DuPont auf weniger schwankungsanfällige Geschäfte ausrichten, die stabilere Gewinnmargen abwerfen. So hatte etwa das Titandioxid-Geschäft in den vergangenen Jahren unter einem herben Preisrutsch gelitten. Wie sich die Wettbewerber Dow Chemical und BASF im zweiten Quartal geschlagen haben, wird diesen Mittwoch und Donnerstag klar werden.

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