Schweiz treibt Handel mit chinesischer Währung voran

Die Schweiz hat die wachsende Bedeutung der chinesischen Währung erkannt. Ein Swap-Abkommen mit der Volksrepublik China macht den Weg frei für einen Währungstausch bis zu 21 Milliarden Schweizer Franken (etwa 150 Milliarden Yuan). Der US-Dollar verliert weiter an Bedeutung. Chinas Währung ist bereits zu einer wichtigen Weltreservewährung herangewachsen.

Die Schweizer Bemühungen um die Entwicklung einer eigenen Drehscheibe für den Handel mit der chinesischen Währung kommen voran. Die Zentralbanken der beiden Länder schlossen am Montag ein Tauschabkommen, das den Kauf von Renminbi und Franken bis zu einem Maximal-Betrag von 150 Milliarden Yuan beziehungsweise 21 Milliarden Franken erlaubt. Bei Bedarf könne somit Liquidität in den beiden Währungen in den jeweiligen Märkten bereitgestellt werden, teilte die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit.

Die SNB erhielt zudem eine Investitionsquote für den chinesischen Interbanken-Anleihemarkt, wodurch sie dort einen Teil ihrer Devisenreserven anlegen kann. Das Volumen beträgt bis zu 15 Milliarden Yuan.

Das Abkommen unterstreiche die zunehmend engen Beziehungen zwischen China und der Schweiz, teilte die SNB mit. Es werde eine zentrale Voraussetzung für den Ausbau des Renminbi-Geschäfts in der Schweiz geschaffen, erklärte das Finanzministerium in Bern. Die chinesische Zentralbank teilte mit, nötigenfalls werde das Abkommen erweitert.

Europas große Handelsplätze konkurrieren um eine verstärkte Rolle bei der Internationalisierung der chinesischen Währung. Ein wichtiger Handelsplatz soll Frankfurt werden, aber auch Luxemburg und London sind mit im Rennen – wobei viele Analysten die britische Hauptstadt als wichtigstes Zentrum für den Renminbi-Handel favorisieren. Die einzelnen Länder erhoffen sich für ihre Unternehmen eine einfachere Abwicklung von Zahlungen in der chinesischen Währung. Asiatische Anleger bekommen zugleich direkten Zugang zu den europäischen Kapitalmärkten.

China will den Dollar als Weltwährung schwächen, indem der Renminbi als Weltreservewährung installiert wird. Das Vorhaben trägt Früchte. Mit Russland hat China in diesem Projekt einen mächtigen Verbündeten. Nachdem Wladimir Putin mit seiner zunächst verdeckten und später offen militärischen Intervention und der Okkupation der Krim einen massiven Konflikt mit den USA heraufbeschworen hat, der durch Wirtschaftssanktionen gegen Russland seitens der Nato-Staaten beantwortet wurde, sucht Putin händeringend Verbündete.

Kommentare

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  1. Karl Napp jun. sagt:

    Na, da kann sich Brüssel ja richtig drüber freuen.
    Wenn man in einer selten dagewesenen Arroganz einem souveränen Staat,
    der nichtmal Mitglied der Verbrecherorganisatuion EU ist, Volksabstimmungen
    nach deren jahrhundertealtem Recht untersagen will, treibt man solche Staaten
    dahin wo man sie ernst nimmt.

    Brüssel und Amiland haben fertich.

  2. Alfons sagt:

    „militärische Intervention und Okkupation der Krim“ ?

    Wann soll das denn passiert sein?

    Russland hat seit Bestehen der Ukraine immer Truppen seiner Schwarzmeer-Flotte auf der Krim; da wurde nichts interveniert oder okkupiert.

    Ansonsten ist eine Schwächung des Dollars dringendst angeraten; nur so ist es möglich, den weltweiten Hegemonialanspruch der USA mit seinen dauernden „Regime-Changes“ und Millionen von Toten einzudämmen.

    Sollen sie sich gefälligst wieder auf das Abschlachten der eigenen Bevölkerung konzentrieren.

  3. Kulleraugen sagt:

    wennn der Euro auch noch Wichtiger wird ist alles gut, das war ein Wichtiger Schritt um auch die Angriffskriege zu Stoppen die dadurch Finanziert wurden und das Erpressungs Potenzial wird geringer

  4. kay sagt:

    Genau das ist der Grund warum es in der Welt gerade richtig zur Sache geht.
    Ukraine, Naher Osten, EU- Schuldenkrise, China usw usw.

    • Max sagt:

      So ist es.
      Alle Länder, die eigenständige Politik machen wollten und weg wollten vom Papier-Falschgeld Dollar, wurden von den USA sanktioniert, bombardiert oder mit Krieg überzogen. Ich nenne nur Irak, Libyen, den Iran und jetzt Russland. Die USA sind die grösste Kriegsgefahr auf der Welt. Leider sind die EU nur ihre willigen Vasallen, die alle Befehle aus USA befolgen. An China selbst werden sich die USA die Zähne ausbeissen. Sie werden deren kleinere Handelspartner erpressen, wie sie es auch schon mit den Strafen für Schweizer Banken gemacht haben. Allerdings und das ist ein Lichtschimmer, merken immer mehr Menschen was die USA für ein falsches Spiel treiben.

      • müller sagt:

        …merken immer mehr Menschen was die USA für ein falsches Spiel treiben.

        aber leider, leider nicht unsere große erste Vorsitzende und Ihre Untertanen.