Gewerkschafter kritisiert Bilfinger-Chef Roland Koch

Der Bilfinger-Chef und frühere CDU-Politiker Roland Koch ist von einem ehemaligen Aufsichtsratsmitglied für seine radikalen Umstrukturierungen bei dem Baukonzern kritisiert worden. Die laufende Umstrukturierung bei Bilfinger sei eine „Operation am offenen Herzen“.

Der Bilfinger-Chef und frühere CDU-Politiker Roland Koch ist von einem ehemaligen Aufsichtsratsmitglied für seine radikalen Umstrukturierungen bei dem Baukonzern kritisiert worden. „Koch hat zu viel auf einmal angepackt und dabei das System so unter Stress gesetzt, dass Fehler passieren“, sagte Holger Timmer, IG-Metall-Vorstand und bis Mai 2014 Bilfinger-Aufseher, dem Magazin Wirtschaftswoche. Die laufende Umstrukturierung bei Bilfinger sei eine „Operation am offenen Herzen“, sagte Timmer. „Was bei Bilfinger in den letzten drei Jahren an Programmen gestartet wurde, hätte auch andere Organisationen an den Rand des Funktionierens gebracht.“

2011 hatte der ehemalige hessische Ministerpräsident die Führung bei dem Mannheimer Baukonzern übernommen. Seither brachte er mehrere Umstrukturierungs- und Sparprogramme auf den Weg. Unter anderem soll die Tiefbausparte verkauft werden, die lange zum Kerngeschäft zählte. Ende Juni hatte Bilfinger eine Gewinnwarnung ausgesprochen und damit einen Kursrutsch der Aktie ausgelöst.

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