Fima entwickelt Hover-Bike: Drohne bereits bestellbar

Das britische Unternehmen Malloy Aeronautics hat den Prototypen eines Hoverbikes im Maßstab 1:3 entworfen. Das schwebende Motorrad ist in Wahrheit ein Quadrocopter und soll die Mobilität revolutionieren. Eine Drohnenversion der Maschine mit den vier Rotoren ist bereits bestellbar.

Die Drone 3 der Firma Malloy Aeronautics (MA) kann bereits einen Dummy schwebend von A nach B bewegen. Noch ist das Modell nur im Maßstab 1:3 verfügbar. Nach letzten Tests ist aber der Bau einer Lebensgroßen Maschine geplant, die sich wie ein fliegendes Motorrad verhalten soll.

Die Firma MA experimentiert bereits seit Jahren mit verschiedenen Designs für ein Hoverbike. Von den ursprünglichen Plänen eines Bicopter-Modells ist die Firma derzeit abgewichen. Das Hoverbike der Zukunft wird ein Quadrocopter, also ein fliegendes Personenfahrzeug, das mit vier Rotoren angetrieben wird.

„Nach intensiven Testreihen mit dem bemannten Fahrzeug und den maßstabsgetreuen Modellen sind wir auf ein bewährtes Quadrocopter-Design umgestiegen, da es beim jetzigen Stand der Technik nicht möglich ist, ein Bicopter-Modell zu entwerfen, das günstig genug ist, um einen wettbewerbsfähigen Vertrieb zu garantieren”, so die Firma einem Bericht von Victoria Turk in dem Online-Magazin Motherboard zufolge. „Der Bicopter ist eine elegante Lösung—aber die Technik ist noch nicht so weit, dass wir ein praktisches Fahrzeug im Bicopter-Design herstellen können.”

Vier sich überlappende Rotoren sorgen für ein geringeres Gewicht und für eine kleinere Plattform-Fläche. Die Plattform befindet sich in der Mitte und dient als Sitzfläche. Die Rotoren sind von einem offenen Gehäuse umgeben.

Zu Illustrationszwecken hat MA bereits eine Drohne über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert. Sie ist einen Meter lang und wird über ein Pixhawk-Steuergerät kontrolliert. Die Flugroute kann vorher programmiert oder manuell gesteuert werden. Außerdem gibt es einen Follow-Me-Modus.

Die Drohne trägt bis zu fünf Kilogramm (siehe Video). Die Drohne kann zum Beispiel ein Glas Orangensaft transportieren oder einen Grill löschen.  „Das Hoverbike sollte von Anfang an so entwickelt werden, dass es herkömmliche Helikopter wie den Robinson R22 in alltäglichen Einsatzbereichen—wie dem Zählen von Rindern oder beim Zusammentreiben der Herde—ersetzt“, so die Firmen-Website über die Vielfalt der Anwendungsfelder.

Die lebensgroße Variante soll bis zu 120 Kilogramm tragen können. Sie ist auf ein Drittel der Größe zusammenfaltbar. So kann sich bald jeder seinen eigenen Helikopter kaufen und vielseitig einsetzen.

Die Kampagne auf Kickstarter will mindestens 38.000 Euro zusammenkriegen. Wer sich eine eigene Drohne zulegen will, muss mindestens 900 Euro bezahlen. Dafür kann man dann aber schon mal mit der Fernsteuerung üben und sich vorstellen, wie es ist, wenn man selbst auf dem Gerät sitzt.

Kommentare

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  1. Christian Stroetmann sagt:

    Außerdem möchte ich in genau dem gleichen Zusammenhang noch auf ein Modell beziehungsweise eine Drohne von uns hinweisen, die wir bereits am 9. März 2012 auf OntomaX vorgestellt haben.

    Mit schönen Grüßen
    Christian Stroetmann

  2. Christian Stroetmann sagt:

    Ach so, jetzt ist man doch auf eine Quattrocopter-Plattform umgestiegen. Was für ein unglaublicher Zufall.

    In diesem Zusammenhang möchten wir auf das Unternehmen Curtiss Wright mit seinem VZ-7AP, auf das Unternehmen Piasecki mit seinem Modell VZ-8P und selbstverständlich auch auf unsere Geschäftseinheit Style of Speed mit unseren Powered-Lift-Aircrafts und Autokoptern hinweisen, womit wir übrigens selbst mit den Konzepten bereits die neuen Maßstäbe gesetzt haben.

    Mit schönen Grüßen
    Christian Stroetmann