Osram streicht 1.500 Stellen in Deutschland

Das Geschäft mit Energiesparlampen bricht ein. Osram reagiert und muss weltweit 8.700 Stellen streichen. In Deutschland fallen 1.500 Arbeitsplätze weg. Der Verkauf von LED-Leuchtdioden fällt aufgrund des enormen Preisdrucks aus Asien ebenfalls schwach aus.

Der Leuchtmittelhersteller Osram streicht abermals tausende Arbeitsplätze. Vorstandschef Wolfgang Dehen reagiere mit dem neuen Sparplan auf das wegbrechende Geschäft mit Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, berichtete das Magazin Wirtschaftswoche am Dienstag unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens.

Ein Osram-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab und verwies auf frühere Äußerungen, wonach die Neuausrichtung des Hauses mit dem aktuellen Sparplan nicht automatisch abgeschlossen sei. Bis zum Herbst will Dehen 8.700 Arbeitsplätze gestrichen haben, knapp 1.500 davon in Deutschland. Von der neuen Runde würden vor allem Mitarbeiter in den Werken Augsburg und Berlin betroffen sein, heißt es in dem Bericht. Dehen hatte bereits im Juni angedeutet, mit den bisherigen Einschnitten sei es nicht getan. Osram will am Mittwoch seine Quartalszahlen vorlegen.

Erst Ende Mai hatte die einstige Siemens -Tochter ihre Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt, weil es nicht gelang, das rückläufige Geschäft mit herkömmlichen Leuchtmitteln für Gebäude durch den Verkauf von LED-Leuchtdioden auszugleichen. Dort sorgt Konkurrenz aus Asien für einen enormen Preisdruck. Dehen reagierte mit einem Sanierungsprogramm, das die Kosten senken soll.

Seit der Abspaltung von Siemens ist Osram nicht zur Ruhe gekommen. Neben dem Jobabbau und Patentstreitigkeiten mit asiatischen Rivalen gibt es Personalquerelen im Vorstand. Erst jüngst warf Technikchef Peter Laier nach nur 18 Monaten das Handtuch.

 

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Kommentare

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  1. Rudolf Steinmetz sagt:

    Moijn Osram, schon aufgewacht? Wieviel Glas verbracht? Statt Licht? Na?

  2. SoWieSo sagt:

    Das Gejammere – „wir brauchen Facharbeiter“ – wird wohl langsam verstummen. Immer mehr Facharbeiter werden arbeitslos, ist eine nicht zu leugnende Tatsache!

  3. Werner sagt:

    „…Das Geschäft mit Energiesparlampen bricht ein…“

    Logisch , bei dem unangenehmen Licht und den Preisen !!!!
    Und Low-Tech (egal was ein deutscher „Maschinenbauer“ denkt) kauft man ja preisgünstlg in Asien .

    mfg. Werner