E-Bike-Reisen tun dem Schweizer Tourismus gut

Das Geschäft mit E-Bikes in der Schweiz boomt. Die Zahl der Vermietstationen wird sich voraussichtlich verdoppeln. Die Technologie lockt Touristen an, denn die Landschaften können mit den elektrischen Bikes optimal erschlosssen werden. Die Ausgaben der ausländischen Reisenden in der Schweiz sind wieder gestiegen.

Innerhalb von zehn Jahren hat der E-Bike-Hersteller Biketec in der Schweiz eine einzigartige Infrastruktur für Reise mit dem Elektrovelo aufgebaut. Bis jetzt gibt es 400 Vermietstationen mit 2.000 Miet-Flyern und 600 Akkuwechselstationen. Das dichte Angebot führt zu einer regen Nachfrage im Tourismusbereich und zu einer intensiven Zusammenarbeit von Biketec und lokalen Tourismusanbietern.

Doch der Konkurrenzdruck ist groß. Durch Marktteilnehmer wie Rent-A-Bike Publibike und Züri rollt dürften landesweit wohl nochmal so viele Vermietstationen dazukommen. Einzig die Zahl der Akkuwechselstationen wird durch den zunehmenden E-Bike-Eigenbesitz wird die Nachfrage danach aber allmählich sinken, berichtet die NZZ. Insgesamt ist die Tourismusbranche in der Schweiz wieder im Aufwind.

Gemäss ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) gaben die ausländischen Reisenden im Jahr 2013 in der Schweiz 15,6 Milliarden Franken aus. Dies sind 550 Millionen (+3,6%) mehr als ein Jahr zuvor.

Rund zwei Drittel der Einnahmen von im Ausland ansässigen Reisenden in der Schweiz stammten aus dem Reiseverkehr mit Logiernächten. Nachdem die Ausgaben dieser Reisenden im Jahr 2011 und 2012 leicht zurückgegangen waren, nahmen sie im Jahr 2013 um 225 Millionen Franken (+2,2%) zu und beliefen sich auf 10,6 Milliarden Franken. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Logiernacht blieben unverändert, so dass die Einnahmen aus diesen beiden Bereichen um 0,8 Prozent anstiegen. Die Einnahmen aus Ausbildungs- und Spitalaufenthalten nahmen 2013 weiter zu (+170 Millionen Franken; +5,5%), hauptsächlich aufgrund einer grösseren Anzahl ausländischer Hochschulstudierender sowie höherer Einnahmen aus Spitalaufenthalten.

Die Preise sind für die nicht in der Schweiz wohnhaften Personen etwas attraktiver geworden, was 2013 zu einem Anstieg der Einnahmen aus dem Tages- und Transitverkehr geführt hat. Die Zunahme der Anzahl ausländischer Grenzgänger sowie Kurzaufenthalter spiegelte sich in einer Erhöhung der Konsumausgaben um 5,0 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken wider.

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