Forscher entwickeln unsichtbares Meta-Material

Experimente im Nanobereich führen Forscher näher an eine Technologie heran, mit der sie unsichtbare Materie entwickeln können. Neue Molekülverbindungen – sogenanntes Metamaterial – können Licht so ablenken oder absorbieren, dass der Stoff unsichtbar wird.

Eine neue Methode, mit der Material aus Licht erzeugt wird, könnte eines Tages Technologien hervorbringen, die bislang ins Reich der Science Fiction gehörten. Auch wenn unsichtbare Hüllen für Raumschiffe oder Ähnliches noch für lange Zeit Fantasie bleiben werden, ist die Technik, die Forscher der University of Cambridge entwickelt haben, ein erster Schritt in diese Richtung.

Der Schlüssel zu jedem „Unsichtbar-Effekt“ liegt in der Interaktion von Licht mit dem Material. Wenn Licht auf eine Oberfläche trifft, so wird es entweder absorbiert oder reflektiert. Bei der Entwicklung von Material im Nanobereich ist es möglich, neue Stoffe – sogenanntes Metamaterial – herzustellen. Diese können kontrollieren, in welcher Art und Weise sie mit dem Licht interagieren.

Das von einem Metamaterial reflektierte Licht kann somit in eine andere Richtung abgelenkt werden und es unsichtbar machen – oder es als etwas ganz anderes erscheinen lassen.

Die Anwendungsmöglichkeiten solcher Metamaterialien sind vielfältig und nicht nur auf geheime militärische Aktivitäten begrenzt. Aber bevor solche Gerätschaften Realität werden können, müssen die Wissenschaftler feststellen, wie man die richtigen Materialien im Nano-Bereich kreiert.

Die Technik, die die Forscher dabei entwickelt haben, verwendet unfokussiertes Laser-Licht, vergleichbar mit einer Milliarde Nadeln. Das Licht heftet winzige Partikel aus Gold im Wasser zu langen Fäden zusammen.

Sogenannte „Cucurbiturile“ – also Moleküle, die andere Moleküle in ihren Hohlräumen binden können – ermöglichen eine große Kontrolle über die Anordnung der aufgetürmten Nanopartikel.

Es lassen sich somit Blöcke von einem Milliardstel Meter bilden, um zu kontrollieren, wie das Licht durch sie hindurchfliegt.

„Wir haben die Dimensionen so gut kontrolliert, wie es noch nie zuvor möglich war“, sagte Ventsislav Valev, einer der Projektleiter. „Diese Kontrolle öffnet eine große Möglichkeit an praktischen Anwendungen.

Kommentare

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  1. Michael aus dem Paradies sagt:

    Na fantastisch, das ist doch das perfekte Material für die Lobbyisten. Ich meine, die zwar jetzt schon unsichtbar, aber mit solchem Material könnten sie im Bundestag direkt neben den Politiker stehen und ihnen soufflieren was sie zu sagen haben.