Unilever schließt Stellenstreichungen in Europa nicht aus

Unilever konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal zwar steigern, allerdings schwächelt das Geschäft in Asien und Russland. Deshalb erwägt der Konzern im Zuge eines Sparprogramms einen Stellen-Abbau in Europa. Das bedeute, Kosten zu senken und Fabriken zu schließen, so Unilever-Chef Polmann.

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever schließt einen weiteren Stellenabbau in Europa nicht aus. „Wenn Märkte wie in Europa nicht mehr wachsen, weil die Menschen weniger Realeinkommen zur Verfügung haben, müssen wir Wege finden, wie wir unsere Produkte trotzdem verfügbar machen können“, sagte Unilever-Chef Paul Polman der Wirtschaftswoche. „Und das heißt nun mal Kosten senken und eben auch manchmal Fabriken schließen, wenn der Bedarf nicht mehr da ist“, ergänzte er. Ein Unilever-Sprecher betonte, dass der Konzern bislang keine weiteren Sparprogramme angekündigt habe.

Der Produzent von Magnum-Eis, Knorr-Suppen oder Dove-Seife hatte im abgelaufenen zweiten Quartal ein schwächelndes Geschäft in Asien zu spüren bekommen. Unilever steigerte den Umsatz zwar um 3,8 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro, blieb aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Vor allem in China und Vietnam sei die Lage schwierig, hatte Finanzchef Jean-Marc Huet vor wenigen Tagen eingeräumt. Auch Russland mache Probleme. Zugleich lasse die Erholung in den Industrieländern auf sich warten.

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