OMV: Sanktionen gegen Russland beeinflussen South Stream nicht

Nach Ansicht des österreichischen Energiekonzerns OMV werden die Russland-Sanktionen den Bau der Gas-Pipeline South Stream nicht behindern. OMV-Chef Roiss wehrt sich gegen die Kritik der EU am Vertrag mit dem russischen Gazprom. Europa würde sich ins eigene Knie schießen, wenn es den Bau verhindere, so Roiss.

Die EU-Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise werden nach Ansicht des österreichischen Energiekonzerns OMV den Bau der umstrittene Gas-Pipeline South Stream nicht behindern. „Ich sehe da keinen Einfluss“, sagte OMV-Chef Gerhard Roiss dem Nachrichtenmagazin profil.

Er wehrte sich gegen Kritik der EU an der Unterzeichnung des South-Stream-Vertrages zwischen der OMV und dem russischen Monopolisten Gazprom über den Bau des österreichischen Teilabschnitts im Juni. An der Strecke durch das Schwarze Meer werde unter Beteiligung deutscher und italienischer Unternehmen bereits gebaut. „Daran gab es nie Kritik“, sagte Roiss. „Nur an den letzten 50 Kilometern, die wir von der ungarischen Grenze bis zum Verteilerzentrum Baumgarten bauen. Da wird über die Solidarität Österreichs diskutiert.“

Roiss äußerte sich überzeugt, dass auch die EU die Pipeline will. „Europa würde sich ins eigene Knie schießen, wenn es den Bau verhindert“, sagte der OMV-Manager. Die EU-Staaten hatten zuletzt die Linie von EU-Energiekommissar Günther Oettinger unterstützt, der Bedenken gegen das Pipeline-Projekt hat. Nach Ansicht der Kommission ist es unzulässig, dass ein Erdgaslieferant zugleich den Zugang zu den Pipelines kontrolliert.

Russland will mit South Stream die Ukraine als Transitland umgehen, mit der es wegen Gaslieferungen im Streit liegt. Ab 2017 soll russisches Gas über die geplante Leitung von der bulgarischen Schwarzmeerküste weiter nach Serbien und Ungarn bis nach Österreich strömen.

Kommentare

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  1. schickt Intelligente in die Parlamente sagt:

    Chapeau tu felix Austria

  2. Broadarrow sagt:

    Europa würde sich ins eigene Knie schießen? Noja, das wäre der Schuß Nr. 807 ins eigene Knie. Schön langsam gewöhnt man sich daran!

  3. Ariovist sagt:

    Die EU schießt sich im Auftrag der fremdbestimmten USA schon lange ins Knie! Die deutsche Regierung vertritt nicht mehr die Interessen des Volkes, das sie gewählt hat, sondern die der USA und führt uns jetzt in eine kriegerische Auseinandersetzung mit Russland: http://www.klagemauer.tv/index.php?a=showtodaybroadcast&blockid=890&id=3792

  4. müller sagt:

    Ich liebe Österreich, die haben immer so schöne Formulierungen. Ins eigene Knie schießen, sollte auch der größte Depp verstehen!