Bei Personalvermittlung Adecco steigen die Einnahmen in Europa

Das Geschäft mit der Vermittlung von Arbeitskräften in Industrieunternehmen treibt den Gewinn von Addecco an. Im Hauptmarkt Frankreich stagniert der Umsatz. Das Ergebnis wird aber vom Geschäft in Ländern wie Spanien und Italien aufgefangen.

Die Einnahmen des Personalvermittlers Adecco sind im zweiten Quartal weiter angestiegen. Vor allem das Geschäft mit Industrieunternehmen lief gut, wie Konzernchef Patrick De Maeseneire am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Der Reingewinn stieg um 15 Prozent auf 145 Millionen Euro.

In Italien und auf der iberischen Halbinsel legten die Erlöse um einen zweistelligen Prozentsatz zu. Aber auch in Skandinavien und in den Benelux-Staaten, in Deutschland und Österreich wuchsen die Umsätze mit sieben bis acht Prozent spürbar. Einzig im größten Markt Frankreich stagnierten die Umsätze mit 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt stieg der Umsatz um ein Prozent auf 4,988 Milliarden Euro, wobei Wechselkurseffekte einen Teil der Zuwächse aufzehrten. In Lokalwährungen betrug das Plus fünf Prozent.

Der Aufschwung insbesondere in Südeuropa hatte auch dem US-Konkurrenten Manpower im zweiten Quartal zu einem Umsatzanstieg von 5,6 Prozent auf 5,32 Milliarden Dollar verholfen.

Im weiteren Jahresverlauf rechnet Adecco mit einer stabilen Nachfrage nach Zeitarbeitern. „Es gibt keine Beschleunigung aber auch keine Verlangsamung. Es ist stabil“, sagte De Maeseneire. Er sieht Adecco auf einem guten Weg, das mittelfristige Rentabilitätsziel zu erreichen, das bis 2015 eine Betriebsgewinnmarge von 5,5 Prozent vorsieht. Im zweiten Quartal betrug die Marge 4,6 Prozent nach 4,0 Prozent im Vorquartal.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) bezweifelt, dass Adecco die Ziele erreichen kann. Dazu brauche Adecco zwei Jahre mit hohem einstelligem Umsatzwachstum. „Für 2014 wird dies immer unwahrscheinlicher“, schrieb ZKB-Analyst Marco Strittmatter. Die Adecco-Aktie verlor 2,6 Prozent auf 63,45 Franken.

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