EU beschließt wegen Sanktionen Geldspritzen für Pfirsichbauern

Pfirsich- und Nektarinenbauern in Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien erhalten Finanzhilfen von der EU. Das russische Importverbot von Agrarprodukten trifft die Obstbauern hart. Je länger die Wirtschaftssanktionen anhalten, desto mehr muss der europäische Steuerzahler die betroffenen Bereiche stützen.

Wegen des russischen Einfuhrstopps für westliche Agrarprodukte hat die EU Finanzhilfen für die Produzenten von Pfirsichen und Nektarinen angekündigt. Ein weiterer Grund für die Hilfe sei das schlechte Wetter, das den Bauern zu schaffen gemacht habe, erklärte die EU-Kommission am Montag. Unklar war zunächst, wie viel Geld den Landwirten zur Verfügung gestellt wird. Die Kommission erklärte lediglich, Pfirsich- und Nektarinenbauern würden höher als bislang für nicht verkaufte Produkte entschädigt.

Als Reaktion auf die wegen der Ukraine-Krise verhängten Wirtschaftssanktionen der EU und der USA hat Russland ein Importverbot für Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte aus dem Westen verhängt (mehr hier). Die größten Pfirsich- und Nektarinenhersteller der EU sind Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien.

Es ist zu erwarten, dass die Finanzhilfe nicht die letzte sein wird, die im Zuge der Ukraine-Krise beschlossen wird. Auch die Bundesregierung griff bereits dem Rüstungshersteller Rheinmetall unter die Arme. Nach dem geplatzten Deal für die Lieferung eines Gefechtsübungsstandes nach Russland erhielt Rheinmetall einen Großauftrag von 70 Millionen Euro von der Bundeswehr (mehr hier

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Kommentare

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  1. hugin sagt:

    RETTUNGS – SCHIRME FÜR DIE LANDWIRTSCHAFT
    Das durch die USA, EU und Politikern verursachte Desaster muss, wie immer, von den Steuerzahlern finanziert werden. Vielleicht kommt eine „Sanktions-Steuer“, da die Kassen leer sind. Jagen wir diese Figuren zum Teufel und lassen wir uns von den USA nicht mehr tyrannisieren.

  2. Themis - Germanica sagt:

    Wie verlogen ist die Öffentlichkeitsarbeit der EU denn nun wirklich ?!
    Es wird permanent über die gar so „armen“ Obstbauern der SÜD-EU und den ständig nach Hilfen schreienden Polen berichtet.
    Nirgendwo ist aber zu lesen, dass für Deutschlands Zwiebel-Bauern, schon seit vielen Jahren Russland der Hauptabnehmer ist – und für diese bedeuten die Sanktionen .gegen Russland eine wahnsinnige Tragödie !!!

    Offenbar haben die Menschen vergessen, dass man Pfirsiche, Nektarinen Äpfel und Birnen in Dosen oder für Säfte sogar auf Jahre hinaus haltbar machen kann. Sich der Schaden also deutlich in Grenzen hält.

    Aber was macht man mit vielen Tausend Tonnen Zwiebeln, die bei sachgemäßer Lagerung aber nur wenige Monate nach der Ernte – vielleicht über den Winter gebrauchen kann. Die dann aber nur als Tierfutter noch nützlich sind.

    Ich bin es ehrlich leid, denn durchgängig scheinen alle Medien zu schlafen, bezüglich der eklatanten Schäden, die diese von den USA/EU und der Nato initiierten hirnrissigen „Sanktionen“, auch unser Land an den Rand des Ruins bringen. …
    Und das nicht nur wegen der Zwiebeln !!!

  3. Geringverdiener sagt:

    EU beschließt wegen Sanktionen Geldspritzen für Pfirsichbauern,

    kaum ziehen Gewitterwolken bei den Gewinnen auf, muss sofort der Steuerzahler dafür gerade stehen.

    Normal ist, wenn mal keine Krise ist, immer der Arbeiter und der Rentner die Gewinnbremse.