Betriebliche Altersvorsorge sichert Swiss Life Gewinn

Die Prämieneinnahmen mit der betrieblichen Altersvorsorge in der Schweiz stiegen um 12 Prozent. So konnte Swiss Life den Gewinn um insgesamt drei Prozent auf 487 Millionen Franken steigern. Durch Immobilien-Zukäufe in Deutschland will der Lebensversicherungskonzern expandieren.

Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life profitiert vom florierenden Geschäft mit der betrieblichen Altersvorsorge in seinem Heimatmarkt. Die Prämieneinnahmen in der Schweiz stiegen im ersten Halbjahr um zwölf Prozent auf 6,6 Milliarden Franken, wie Swiss Life am Mittwoch mitteilte. Insgesamt kletterten die Prämieneinnahmen des Konzerns nur um vier Prozent auf 10,8 Milliarden Franken (8,9 Milliarden Euro) – währungsbereinigt betrug der Anstieg fünf Prozent. Der Gewinn stieg um drei Prozent auf 487 Millionen Franken. Dies ließ die Aktie um mehr als vier Prozent steigen.

Dem Schweizer Marktführer in der Altersvorsorge kommt die florierende Konjunktur zugute. Jeder Arbeitnehmer in der Schweiz ist per Gesetz Mitglied einer betrieblichen Pensionskasse, in die neben den Beschäftigten auch die Arbeitgeber einen gewissen Prozentsatz des Lohnes einzahlten müssen. Steigen die Beschäftigtenzahlen und die Löhne, legen auch die Prämieneinnahmen zu.

In den beiden wichtigen Auslandsmärkten Frankreich und Deutschland konnten die Schweizer die Gewinne leicht steigern. Dabei gingen die Prämieneinnahmen in Deutschland um acht Prozent zurückgingen, während sie in Frankreich zulegten.

Nun drängt Swiss Life auch in Deutschland in das Geschäft mit der Immobilienverwaltung. Für 210 Millionen Euro übernimmt der Konzern von den Sparkassen Bonn, Düsseldorf und Frankfurt die Firma Corpus Sireo, die für Investoren, Banken und Unternehmen Immobilien im Wert von 16 Milliarden Euro verwaltet und jährlich einen Gewinn von rund 160 Millionen Euro erzielt. „Wir werden damit zu einem führenden Immobilienverwalter in Deutschland“, sagte der seit dem 1. Juli amtierende Konzernchef Patrick Frost. In der Schweiz und in Frankreich ist Swiss Life bereits als Immobilienverwalter tätig.

Auch der Bereich Swiss Life Asset Managers, der ähnlich wie eine Bank Geld für Dritte verwaltet, wuchs stark. Kunden brachten netto 2,2 Milliarden Franken neues Geld und die verwalteten Vermögen stiegen auf gut 30 Milliarden Franken. Die Kommissions- und Gebühreneinnahmen stiegen dort um fast zehn Prozent.

Bei der Verwaltung der Versicherungsgelder konnte Swiss Life trotz des Niedrigzins-Umfeldes das Rendite-Niveau halten. Die direkte Anlagerendite blieb mit 1,7 Prozent gleich hoch wie im Vorjahr. Die Kosten konnte Swiss Life weitgehend stabil halten. Das Kostensenkungs- und Effizienzverbesserungsprogramm „Swiss Life 2015“ ist nach Frosts Worten auf Kurs und schaffe „gute Voraussetzungen, um unseren profitablen Wachstumskurs zu halten und unsere Gruppe in strategisch wichtigen Geschäftsfeldern weiter zu entwickeln“.

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