USA: Porsche fährt in Prozess-Serie Etappensieg ein

In der Serie von Schadensersatzprozessen im Zusammenhang mit der gescheiterten VW-Übernahme hat Porsche in den USA einen weiteren Etappensieg errungen. Ein New Yorker Berufungsgericht hielt am Freitag die Abweisung einer Klage von mehr als 30 Hedgefonds aufrecht. Die Porsche Holding könne in dem Fall nicht in den USA belangt werden.

In der Serie von Schadensersatzprozessen im Zusammenhang mit der gescheiterten VW-Übernahme hat Porsche in den USA einen weiteren Etappensieg errungen. Ein New Yorker Berufungsgericht hielt am Freitag die Abweisung einer Klage von mehr als 30 Hedgefonds aufrecht. Die Porsche Holding könne in dem Fall nicht in den USA belangt werden. Die Prozesswelle ist das Nachspiel des Übernahmepokers vor rund sechs Jahren, als Porsche mitten in der Finanzkrise den viel größeren Volkswagen-Konzern übernehmen wollte. Institutionelle Anleger sehen sich über die wahren Absichten von Porsche damals hinters Licht geführt und verloren viel Geld bei Kurswetten. Sie verlangen nun Schadenersatz teils in Milliardenhöhe.

Porsche hatte sich seit 2005 schrittweise bei VW eingekauft und dabei im März 2008 noch bestritten, den Europas größten Autobauer beherrschen zu wollen. Als die Porsche SE im Oktober 2008 dann jedoch bekanntgab, dass sie sich fast drei Viertel der Stimmrechte gesichert hatte, schoss der VW-Kurs in die Höhe. Institutionelle Anleger, die auf sinkende Kurse gewettet hatten, wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Sie hatten sich VW-Aktien geliehen und diese verkauft – mit dem Ziel, sie später billiger zurückzukaufen und die Spanne als Gewinn einzustreichen. Nun mussten sie die knappen Aktien zu fast jedem Preis zurückkaufen.

Der Stuttgarter Autobauer gehört inzwischen zu VW, die Porsche Holding ist Großaktionär bei dem Konzern.

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