Niederlande verlieren 300 Millionen Euro durch Russland-Sanktionen

Ausbleibende Agrarexporte nach Russland kosten die Niederlande mindestens 300 Millionen Euro. Der Westen ist von den eigenen Sanktionen und den Gegen-Sanktionen Russlands schwer getroffen. Russland hingegen kann die europäischen Sanktionen durch Ersatzgeschäfte mit asiatischen Staaten kompensieren.

Die russischen Sanktionen gegen Agrarimporte aus dem Westen kosten die niederländischen Exporteure mindestens 300 Millionen Euro. Diese Schätzung gab das niederländische Statistikamt am Dienstag bekannt. Demnach wurden 2013 Lebensmittel im Wert von 500 Millionen Euro nach Russland verkauft, von Obst über Gemüse bis Molkereiprodukte.

Russland hat als Reaktion auf die Sanktionen der EU und der USA ein Einfuhrverbot für westliche Agrar-Erzeugnisse verhängt. Darunter fallen neben Obst und Gemüse auch Fleisch-, Fisch- und Molkerei-Produkte. Bis dato gingen rund zehn Prozent aller Agrarexporte der EU nach Russland.

Der Handelskrieg zwischen dem Westen und Russland könnte bald in die nächste Runde gehen. Der russische Präsident Wladimir Putin bereitet Vergeltungsmaßnahmen für den Fall neuer Wirtschaftssanktionen des Westens vor. „Es werden verschiedene Optionen vorbereitet“, sagte Putins Sprecher Dimitri Peskow am Dienstag in Moskau. Russland sei zwar kein Freund von Sanktionen und initiiere auch keine. „Aber für den Fall, dass unsere Partner ihre unkonstruktiven und sogar zerstörerischen Praktiken fortsetzen, werden zusätzliche Maßnahmen ausgearbeitet“, sagte Peskow. Das Ausmaß der Sanktionen hänge von den Schritten des Westens ab.

Die russische Regierung erwägt, die Einfuhr westlicher Fahrzeuge teilweise oder vollständig zu stoppen (mehr hier). Der russische Pkw-Markt ist fast so groß wie der deutsche und galt lange Zeit als Hoffnungsträger in Europa.

 

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Kommentare

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  1. Polen ist doof sagt:

    Dass meine Landsleute derart dämlich sind, hätte ich nie
    vermutet. Nun muss man zahlen, da die Rechnung der kriminellen
    Amis präsentiert wird.
    Frohgemut ins kommende Jahr.
    Es kann nur besser werden.

  2. Syssiphus sagt:

    Die könnten eigentlich nach Polen exportieren,denn die können z.B. garnicht genug kriegen von Äpfeln,jedenfalls melden das unsere Qualitätsmedien.

  3. Jürgen Gerrhard sagt:

    Als zweitgrößte Agrarexporteur der Welt sind Landwirte in den Niederlanden auf Russland als Absatzmarkt angewiesen.

    Bravo!
    Die Niederlande gehören zum harten Kern der pro-amerikanischen NATO-Kriegstreiber gegen Putin.
    Sie haben die Blackbox widerrechtlicht an den britischen Geheimdienst ausgeliefert.
    Und die lassen sie vergammeln. Denn den Voice Recorder kann man sich schon kurz nach dem Auslesen anhören. Die haben schon längst die Schüsse von den MG-Salven und die anschließende Explosion gehört, verursacht durch die panzerbrechenden Bordwaffen einer Suchoi-25 der Pro-Amerikaner.

    NB: Das Massaker von Srebrenica war nur durch das ‚Wegschauen‘ der Niederländer UN-Blauhelme möglich. Sie sind dafür vom Haager Gerichtshof verurteilt worden.

  4. Alfred Beer sagt:

    bitte Text überprüfen, da steht einiges an Blödsinn drin.
    Niederlande sind mit 500 Mio. Exportvolumen bei Weitem nicht die Nummer 2 im weltweitem Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
    USA, Frankreich ganz zu schweigen von Brasilien u.s.w.
    weiters sind bei 500 Mio. Umsatz sicher keine 300Mio. Gewinn drin – das wäre schön tolle Rendite !!

  5. Alfons sagt:

    Nur 300 Mio Verluste?

    Sollte es in Deutschland wegen Ebola zu Einreiseverboten aus Afrika kommen, dürften alleine die Verluste unserer Migrations- und Integrationsindustrie ein Vielfaches betragen.

    Nicht auszudenken, wenn das ganze Heer aus Integrations-LotsInnen, Streetworkern und Fortbildern vor den Arbeitsämtern sich die Füße plattstehen.

    • Jürgen Gerrhard sagt:

      „Nicht auszudenken, wenn das ganze Heer aus Integrations-LotsInnen, Streetworkern und Fortbildern vor den Arbeitsämtern sich die Füße plattstehen.“

      Keine Sorge: Für dieses Heer gibt es neue Stellen für deren Eingliederung in ein ordentliches wertschöpfendes Berufsleben.