Faserhersteller Lenzing muss die Preise weiter senken

Der Preis für Baumwolle fällt. Somit mur auch Faserhersteller Lenzing seine Preise für Viskosefasern senken. Nach dem Gewinneinbruch von 45 auf 15 Millionen Euro im ersten Halbjahr gehe es frühestens 2015 wieder bergauf, so das Unternehmen. Lenzing verordnet sich daher ein Sparprogramm und will 600 Stellen abbauen.

Der österreichische Faserhersteller Lenzing macht seinen Aktionären nach einem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr keine Hoffnung auf rasche Besserung. Die Preise für die Textilfasern des Konzerns könnten weiter sinken. „Eine nur leichte Besserung der Situation ist frühestens im Verlauf des Jahres 2015 zu erwarten“, teilte Lenzing am Donnerstag mit.

Die Firma stellt Viskosefasern her, die dann zu Bekleidung, Bettwäsche, Wattepads oder Tampons weiterverarbeitet werden. Der Preis für diese Spezialfasern orientiert sich an dem für Baumwolle. Weil dieser aber wegen hoher Lagerbestände in China seit Monaten auf Talfahrt ist, brechen die Gewinne von Lenzing trotz einer unverändert guten Nachfrage ein.

Im ersten Halbjahr schrumpfte der Gewinn auf 15,2 von 45,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, während der Umsatz auch wegen des Verkaufs eines Geschäftsbereichs um rund neun Prozent auf 900 Millionen Euro zurückging.

Angesichts der düsteren Aussichten verschärft Lenzing das laufende Sparprogramm. Im laufenden Jahr sollen die Kosten um bis zu 90 Millionen statt der bislang anvisierten 60 bis 80 Millionen Euro gesenkt werden. Im Zuge des Sparprogramms baut die Firma 600 Stellen ab.

„Die Baumwolllager werden in diesem Jahr steigen, der Preisdruck wird anhalten“, so Untersperger. „Preisstabilisierungsmaßnahmen wären drei Cent pro Kilo und das sehen wir noch nicht.“ Eine greifbare Verbesserung erwartet Untersperger erst für den Verlauf des nächsten Jahres.

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