Russland will Molkerei-Produkte von EU-Beitrittskandidat Serbien

Russland will verstärkt Molkerei-Produkte aus Serbien importieren. Die Lebensmittel-Behörde kündigte am Samstag an, zusätzliche serbischen Anbietern zuzulassen. Serbien gilt als nächster EU-Beitrittskandidat.

Russland setzt nach den Agrar-Sanktionen gegen den Westen auf Molkerei-Produkte aus Serbien. Die für Lebensmittelsicherheit zuständige Behörde kündigte am Samstag an, mit zwei serbischen Anbietern zu kooperieren, die bislang nicht zugelassen waren.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts hat Moskau auf Sanktionen des Westens mit einem Importverbot für Agrar-Erzeugnisse aus der EU und den USA reagiert. Dieses bezieht sich auf Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Früchte sowie Gemüse. Russland hat andere Länder wie Brasilien aufgefordert, nun ihre Exporte nach Russland auszuweiten.

Serbien steckt dabei allerdings in einer Zwickmühle. Denn das osteuropäische Land ist ein EU-Beitrittskandidat. Ministerpräsident Aleksandar Vucic hatte zuletzt gesagt, er werde einer Bitte aus Brüssel entsprechen, die Ausfuhren nach Russland nicht zusätzlich zu subventionieren. Serbien werde sich aber nicht den Sanktionen gegen Russland anschließen.

Die EU-Kommission hatte erst am Freitag Molkerei-Anbietern weitere Hilfen zugesagt, sollten sie unter dem Konflikt mit Russland leiden. Bislang wurden den Landwirten aus der EU 125 Millionen Euro versprochen.

Kommentare

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  1. Wutbürger sagt:

    Hoffentlich werden sich die beiden handelseinig. Wir wollen Serbien nicht in der EU haben,
    da könnten wir auch gleich die Ukraine aufnehmen. Was wollen wir mit diesen Hungerleidern? Der Posten des Erweiterungskommissars sollte sofort abgeschaft werden,
    oder besser gleich die ganze EU.