Bundesregierung genehmigt Lieferung von Panzerfabrik nach Algerien

Rheinmetall darf eine Panzerfabrik nach Algerien liefern. Die Anlage soll 1.000 Stück des Radpanzers Fuchs produzieren. Die Lieferung ist Teil eines größeren Auftrags, der Berichten zufolge ein Volumen von 2,7 Milliarden Euro haben soll

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Ausfuhr einer Panzerfabrik von Rheinmetall nach Algerien genehmigt. Dabei handelt es sich um eine Anlage zur Fertigung des Radpanzers Fuchs im Wert von knapp 28 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Jan van Aken hervorgeht.

Die Bundesregierung hatte nach früheren Angaben aus Industriekreisen deutsche Rüstungsprojekte in Algerien grundsätzlich genehmigt. Die Lieferung ist Teil eines größeren Auftrags, der Berichten zufolge ein Volumen von 2,7 Milliarden Euro haben soll. Insgesamt sollen demnach knapp 1.000 Fuchs-Transportpanzer gebaut werden.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte Rheinmetall die Genehmigung für den Verkauf eines Gefechtsübungszentrums an Russland untersagt (mehr hier). Er ging damit über die Sanktionen hinaus, die die EU wegen der Rolle Russlands in der Ukraine-Krise verhängt hatte.

Im Nachhinein erhielt Rheinmetall einen 70 Millionen Euro schweren Auftrag von der Bundeswehr (hier). Allgemein will er Rüstungsexporte in Staaten außerhalb der EU und Nato nur in Ausnahmefällen genehmigen.

Kommentare

Dieser Artikel hat 3 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Tyrannosaurus sagt:

    Wenn sich das nicht mal als Boomerang erweisen wird?

  2. Hans von Atzigen sagt:

    Der Panzer ist das Pferd der Neuzeit.
    Pferde brauchen täglich Heu und Hafer.
    Fehlt nur noch die Reinkarnation des Propheten.
    Die Pferde sind vor Ort Heu und Hafer auch.
    Wo sind die Haferäcker, die Heuwiesen des Westens?
    Freundliche Grüsse