Nato treibt Aufrüstung in Polen und im Baltikum voran

Die Nato hat durchgesetzt, dass zusätzliche Militärkräfte in den Ländern stationiert bleiben. Die Bundesregierung konnte sich mit ihrem Wunsch auf eine zeitliche Begrenzung nicht durchsetzen.

Die Nato sieht in Russland auf lange Sich eine Bedrohung für Europa. Daher werden zusätzliche Kräfte, die eigentlich nur für die Dauer der Ukraine-Krise in Polen und den baltischen Staaten stationiert werden sollten, dauerhaft in den Staaten verbleiben.

Der Spiegel meldet vorab:

„Die sogenannten Rückversicherungs-Maßnahmen für Polen und das Baltikum, darunter die Stationierung von vier Kompanien und mehr Aufklärungsflüge an der Nato-Ostgrenze, sollen nicht nach einem Jahr automatisch auslaufen. Das Berliner Kanzleramt hatte gefordert, dass die militärischen Aktionen nach einem Jahr von allen Nato-Staaten erneut bestätigt werden müssen. Da die Bundesregierung am Ende mit dieser Forderung allein stand, gab sie klein bei.“

Die Nato hatte bereits vor mehreren Wochen gefordert, dass ein rasches Eingreifen gegen Russland durch die Nato sichergestellt werden müsse. Dazu wird unter anderem erwogen, ein zusätzliches Militär-Kommando in Stettin zu errichten.

In einem interessanten Beitrag hat das ARD-Magazin Monitor die neue Nato-Strategie beleuchtet. Darin sagt der Forschungsdirektor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Eberhard Sandschneider, dass sich die Nato seit dem Fall der Mauer „auf der Suche nach einem neuen Feindbild“ befinde. Dazu betreibe Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen eine „verantwortungslose Politik des Verbalradikalismus“.

Kommentare

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  1. Dummbeutel aus BALIN sagt:

    Die Bundesregierungen konnten sich seit 1948 in nichts durchsetzen.

  2. Th. sagt:

    Russland als Bedrohung zu sehen ist Quatsch, dazu fehlt das Potenzial,trotz der Größe dieses Landes ! Das Vorgehen von Russland in der Krim und der Ukraine ist natürlich unakzeptabel und fördert ein neues Feindbild ! Die Angst der Nachbarstaaten, auch aus der Geschichte bedingt, ist begründet. Auf Grund der Lage ist es erforderlich diesen Staaten eine Sicherheit zu geben. Es ist unumgänglich zeitweise die militärische Präsenz massiv zu erhöhen. In der Perspektive ist es sinnvoll Russalnd als Partner zu gewinnen und Ängste abzubauen, allerdings ist Putin dazu kein geeigneter Partner. Er ist ein einsamer und verbitterter Mensch. Er ist ein Diktator ! Jeder der die Entwicklungen in diesem Land beobachtet wird das erkennen, Russland gehört zu Europa und gemeinsam wären gigantische Entwicklungen im Interesse aller möglich,aber im Moment macht es leider mehr Sinn uns zu schützen, in der Hoffung das wir nicht davon Gebrauch machen müssen, denn es wird keinen Sieger geben.

    P.S, Europa ist auch ohne den USA stark und muß sich nicht von denen beeinflussen lassen.

  3. Marek Stanczyk sagt:

    Hahaha habt Ihr was mit „Titanic“ zu tun? Wie dem auch sei, ich habe mich lange nicht mehr so prächtig amüsiert 🙂 Mehr davon bitte!

  4. hugin sagt:

    KRIEGSTREIBER USA UND EU-NATO
    Wenn die Nato auf lange Sicht Russland als Bedrohung sieht und Truppen nach Osten
    verlegt, ist das eine „Rückversicherung“. Legt Russland sein Militär an seine Grenzen, ist das eine „Bedrohung des Friedens“ !

  5. ariovist sagt:

    „Die Nato sieht eine Bedrohung der EU durch Russland“! Ja, aber nur auf den ersten Blick! Tatsächlich sind es die USA, welche die EU zwingen, den „russischen Bären“ so zu reizen! Doch der „Bär“ will keinen Krieg mit uns!

    Hier eine sehr interessante Stellungnahme des Beraters von Putin; die sehr überzeugende Analyse ist bei uns in keinen Medien zu finden: Die USA wollen Europa wieder in einen Krieg verwickeln, weil sie wissen, dass Russland ohne der Ukraine nie eine Großmacht werden kann und daher auch nie nachgeben kann und auch wird!!!! Es lohnt sich, diese Videos anzuhören: Die Message ist klar und logisch nachvollziehbar!

    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=5YGXl0Z9P68

    https://www.youtube.com/user/NewsX23

    Sergei Glasjew, ein Berater von Wladimir Putin

    https://www.youtube.com/watch?v=6glGcCMygbE

    antikrieg.TV

    https://www.rebelmouse.com/antikriegtv/

    • Hans von Atzigen sagt:

      Eine hervorragende Analyse durch Sergei Glasjew.
      Leider bezüglich Lösungsmöglichkeit eher vage und
      unvollständig.
      Richtig ist die Befürchtung das die Sache in einen 3. Weltkrieg driftet.
      Nach Ende des kalten Krieges wurden die USA zum Initiator einer denn doch kurzlebigen Weltordnung die steht am Rande des Scheiterns.
      Die Auswirkung eine Vielzahl von Reibungspunkten und Konfrontationen.
      Fundamentale Hintergrund:
      Wir erleben das Ende von Epochen unterschiedlicher Laufzeit ohne umfassend neue real Tragfähige Anschlussepoche.
      Das Ende einer Langfrist Epoche von rund 500 Jahren.
      Zwischenepochen:
      Runde Abgrenzungszahlen.
      1. 1500- 1800
      2. 1800- 1900
      3. 1914- 1945
      4. 1945- 1990
      5.Aktuell erleben wir die Letzte Phase ,,Epoche,,.
      Das immer offensichtlichere Scheitern der sog. Globalisierung.
      Alle Epochenübergänge waren von Krieg begleitet.
      Ausgelöst durch vorrangig ,,unlösbare,, vorrangig Wirtschaftliche Ursachen.
      Tja scheint da steht eine Megazeitenwende ins Haus.
      War das eine Unabwendbare zwingende Entwicklung?
      Grundsätzlich NICHT zwingend.
      Das Problem.
      Die Zeit für Lösungen läuft immer schneller ab.
      Das Potenzial für eine Gross- Megazeitenwende, lauert
      kaum umfassen erkannt, unter der Decke.
      Freundliche Grüsse

      • Hans von Atzigen sagt:

        Nachtrag:
        Mit der Konfrontation gegen Russland riskiert der sog. Westen einen
        Mehrfronten-Krieg.
        Sund die USA mit Europa dem gewachsen???
        Jedem der über auch nur ansatzweise Geostrategische
        Kenntnisse und Hintergründe verfügt, wird speiübel.