Russische Soldaten in der Ukraine: Euro fällt, Börse Moskau auf Talfahrt

Russland hat nach Angaben der Regierung in Kiew mit einer Militärinvasion der Ukraine begonnen. Es folgen die wichtigsten Ereignisse vom Donnerstag in der Chronik.

17.37 Uhr – Mehr als 100 russische Soldaten sind bei einer Schlacht am 13. August in der Ostukraine getötet worden, wie zwei Mitglieder eines von Präsident Wladimir Putin eingesetzten Menschenrechtsrats sagen. Sie berufen sich auf Augenzeugen und Angehörige der Getöteten.

17.28 Uhr – Die Botschafter der Nato-Staaten und der Ukraine kommen am Freitag zu einem Sondertreffen zusammen, wie ein Vertreter des Verteidigungsbündnisses sagt. Demnach bat das osteuropäische Land um die Sitzung.

16.46 Uhr – Der britische Premierminister David Cameron fordert Russland auf, sofort das Überqueren der ukrainischen Grenze mit russischen Panzern zu stoppen. Den russischen Präsidenten Wladimir Putin warnt er vor „weiteren Konsequenzen“.

16.32 Uhr – Das ukrainische Militär hat nach Angaben eines Sprechers Truppen zur Verteidigung der ostukrainischen Stadt Mariupol zusammengezogen. Es stünden genügend Soldaten zur Verfügung, um zu verhindern, dass die Stadt von feindlichen Kräften erobert werde.

16.27 Uhr – Die russische Nachrichtenagentur Interfax zitiert den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit den Worten, die Lage im Osten seines Landes sei äußerst schwierig, aber kontrollierbar.

15.32 Uhr – Polens Außenminister Radoslaw Sikorski wirft Russland ein aggressives Vorgehen in der Ukraine vor. Es handle sich um die schwerste Sicherheitskrise seit Jahrzehnten.

15.02 Uhr – Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin wirft Russland vor, mit russische Fallschirmjägern und anderen Soldaten sein Land „und die ganze Welt“ in einen Krieg hineinzuziehen. Die Lage habe sich dadurch dramatisch geändert, zitiert ihn die „Bild“. Er erwarte daher von Europa eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland sowie militärische und technische Hilfe.

13.52 Uhr – In der Ukraine befinden sich nach Einschätzung eines Nato-Offiziers mehr als 1000 russische Soldaten.

13.24 Uhr – Ein russischer OSZE-Gesandter erklärt, russische Truppen hätten die Grenze zur Ukraine nicht überschritten. Dagegen erklärt ein Diplomat der Ukraine, sein Land habe eine „direkte Invasion“ durch die russischesn Streitkräfte registriert. Der Ort Nowoasowsk und weitere Orte in der Nähe seien von regulären russischen Truppen eingenommen worden.

12.39 Uhr – Ein Mitglied des Beratergremiums zu Menschenrechtsfragen des russischen Präsidenten Wladimir Putin sagt, sie halte das russische Vorgehen in der Ukraine für eine Invasion.

12.35 Uhr – Ein Reuters-Reporter berichtet von einer Kolonne gepanzerter Fahrzeuge, die sich in der Nähe eines russischen Dorfs etwa drei Kilometer von der Grenze zur Ukraine befindet. In Truppentransportern sitzen Personen mit schmutzigen Gesichtern, einer mit einer Gesichtsverletzung. Ein Lkw ist beschädigt und wird abgeschleppt. Die Insassen und die Fahrzeuge weisen keine militärische Markierungen auf. Nummernschilder wurden entfernt.

12.01 Uhr – Der Euro fällt nach Poroschenkos Äußerungen zu einer russischen Militärinvasion auf ein Tagestief von 1,3184 Dollar. Die russische Börse weitet ihre Verluste aus.

11.52 Uhr – Das russische Militär hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit einer Invasion des Landes begonnen.

11.44 Uhr – Das russische Militär hat nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsrats die Kontrolle über die ostukrainische Ortschaft Nowoasowsk übernommen. Die Mitteilung wird über Twitter verbreitet.

11.11 Uhr – Etwa 3000 Freiwillige aus Russland unterstützen nach Angaben des Rebellenanführers Alexander Sachartschenko in der Ukraine die Separatisten. Zugleich sagt er in einem Gespräch mit Reuters, dass die Rebellen das ukrainische Militär ohne Hilfe des russischen Staats besiegen könnten. Die Aufständischen führen Sachartschenko zufolge eine Offensive, die unter anderem die ukrainische Stadt Mariupol zum Ziel habe.

10.07 Uhr – Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk fordert USA, EU und die G7-Staaten auf, alle russischen Vermögenswerte einzufrieren, bis die russischen Truppen aus seinem Land wieder abgezogen sind.

09.49 Uhr – Der Chef der prorussischen Rebellen, Alexander Sachartschenko, bestätigt, dass russische Soldaten auf Seiten der Aufständischen kämpfen. Die Soldaten hätten sich zu diesem Zweck beurlauben lassen, zitiert das russische Fernsehen den Rebellenchef.

09.45 Uhr – Der französische Präsident Francois Hollande zeigt sich besorgt über Berichte, wonach sich russische Soldaten auf ukrainischem Boden aufhalten. Sollten die Angaben stimmen, wäre dies “nicht zu tolerieren und inakzeptabel”, erklärt Hollande.

09.35 Uhr – Von Russland unterstützte Separatisten nehmen nach ukrainischen Angaben eine strategisch wichtige Anhöhe östlich der umkämpften Stadt Donezk ein. Dies verlautet aus ukrainischen Militärkreisen.

Kommentare

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  1. fargo sagt:

    Zitat: „12.01 Uhr – Der Euro fällt nach Poroschenkos Äußerungen zu einer russischen Militärinvasion auf ein Tagestief von 1,3184 Dollar. Die russische Börse weitet ihre Verluste aus.“

    Damit dürfte der Sinn der Übung bereits erfüllt sein – Rückzuuug!

  2. Annonymus26 sagt:

    Wen stören denn die Jungs von Blackwater und Co, die in der Ukraine agieren?

  3. Hans von Atzigen sagt:

    1000 oder was auch immer Russen Kämpfen in der Ukraine.
    Soll der Putin die Bürger allesamt anketten.
    Aus Europa ziehen 1000 ende in den heiligen Krieg.
    Ist das jetzt eine Invasion Europas in den nahen Osten?
    So langsam agieren die Westmedien Hysterisch.
    Bleibt zu hoffen das Quellen wie eine DMN nüchtern bleiben.
    Danke
    Freundliche Grüsse

  4. Max sagt:

    Wenn diese Russen freiwillig ihren bedrängten Landsleuten in der Ost-Ukraine beistehen, dann finde ich dies absolut richtig und patriotisch. Es sind demnach keine regulären russischen Truppen. Der einseitige Bericht wird deutlich durch eine Meldung der DWN vom 10.3.2014. Darin heisst es, dass 300 Söldner der US-Privatarmee Academi (vormals Blachwater) in der Ost-Ukraine kämpfen. Das hätte zumindest erwähnt werden müssen, bei einer seriösen Berichterstattung.