Nato beruft Krisensitzung wegen Ukraine ein

Am Freitag fand in Brüssel eine Krisensitzung der Nato zur Ukraine statt. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, dass Russland seine „illegalen militärischen Aktionen“ in der Ukraine stoppen müsse. Zudem soll das Bürgerkriegs-Land alsbald in die Nato aufgenommen werden.

Die Nato hat am Freitag in Brüssel eine Krisen-Sitzung zur Ukraine einberufen. Auf der Sitzung betonte die Nato ihre Solidarität mit der Ukraine. Russland missachte seine internationalen Verpflichtungen.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

„Wir drängen Russland, seine illegalen militärischen Aktionen einzustellen, seine Unterstützung für bewaffnete Separatisten zu beenden und unverzügliche und nachprüfbare Schritte hin zu einer Deeskalation dieser schweren Krise zu unternehmen.“

Das ukrainische Fernsehen meldete am Freitagmorgen, dass russische Truppen und Separatisten nach Mariupol eingedrungen seien. Die Hafenstadt Mariupol ist strategisch wichtig für das ukrainische Militär, meldet die FT. Über den dortigen Flughafen werden die Truppen mit Nachschub versorgt, um gegen die Separatisten in Donezk vorzugehen.

Zuvor hatte die Nato gemeldet, dass in der Ostukraine etwa 1000 russische Soldaten im Einsatz sind. Satelliten-Fotos sollten diese Behauptung stützen.

Kommentare

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  1. einwohner sagt:

    Nach dem der Westen von seiner zugesagten Zurückhaltung zur Nato-Osterweiterung abgewichen war

    de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Wiedervereinigung#cite_ref-71

    wurde ein Land nach dem anderen im Osten in die Nato angegliedert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/NATO-Osterweiterung

    Nun sollte die Ukraine dran sein, denke das die politischen Vorkommnisse
    in der Ukraine der letzten Jahre den Weg dafür vorbereiten sollten.
    Glaube nicht das da nur die Ukrainer alleine beteiligt waren.

    Putin wollte sich dann nicht so einfach die Wurst vom Brot ziehen lassen
    da die Krim ein strategisch wichtiger Ort für ihn ist.

    Kann schon verstehen das er mit gleichen Mitteln das wieder bereinigen will.

    Finde es schlimm das man das auf dem Rücken der Bevölkerung austrägt.

  2. Leopold sagt:

    Als ob das die Nato etwas anginge. Das sind doch nur Wichtigmacher. Und die wollen jetzt den kalten Krieg wieder aufleben lassen. Die Wehrwirtschaft hört ihre Kassen schon klingeln!

  3. Timerunner sagt:

    Das Bürgerkriegsland der Ukraine soll alsbald in die NATO aufgenommen werden. Russland wird das niemals tatenlos hinnehmen – russische Infiltrationen, wie wir sie bereits massiv erlebt haben, werden weitergehen. Das bedeutet, dass für die NATO der Beistandsfall gegeben ist. Das bedeutet erstmals DIREKTEN Krieg zwischen der NATO – das heißt, den USA – und Russland.
    Russland ist kein Dritte Welt-Land, das sich von der übermächtigen US-Militärmaschinerie einschüchtern lassen wird. Russland ist zwar nicht die gleiche Supermacht, wie die USA, aber immer noch Macht genug, um einen Angreifer innerhalb von Minuten in die Steinzeit zu bomben.
    Der Friede durch Angst, der uns seit fast 70 Jahren vor einem Krieg der Großmächte bewahrt hat, beruhte auf einem2-teiligen Puffer:
    Erstens der Vorwarnzeit für die anfliegenden Raketen. Genau aus diesem Grund riskierte Kennedy einen Atomkrieg durch die Kubakrise (tatsächlich war die Gefahr dazu damals sehr groß): Durch die russischen Raketen in Kuba hätte sich die Vorwarnzeit auf wenige Minuten verkürzt – es wäre keine Zeit mehr für einen Gegenschlag geblieben, theoretisch hätte die Sowjetunion einen Atom-Angriffskrieg gewinnen können. Ein ganz ähnlicher Effekt wird aber auch durch das Raketen-Abwehrsystem der NATO erreicht, das bereits in Polen und Tschechien installiert ist – theoretisch könnten die USA ihre Atomraketen abfeuern, die russischen hingegen abfangen. Auch hier wird das Gleichgewicht des Schreckens gestört. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/raketenstreit-gates-kann-russland-nicht-ueberzeugen-1435336.html Russland kann nie sicher sein, ob die NATO im Fall eines Beitritts der Ukraine nicht auch wesentliche Elemente des Raketenabwehrschirms (z.B. mit mobilen Rampen) in die Ukraine verlagert. Die Distanz von der Ostgrenze der Ukraine bis Moskau beträgt nur mehr 490 km! In der Kubakrise war die Entfernung zwischen Kuba und Washington immerhin noch 1800 km. Daher wird Russland eine Ausweitung der NATO direkt vor seiner Haustür mit allen Mitteln verhindern.
    Zweitens beruhte der Friede durch Angst auf der räumlichen Trennung der Großmächte. Zwar gab es im 20. Jahrhundert viele Stellvertreterkriege (Indochina, Lateinamerika, Afrika), in denen von den zwei Großmächten abhängige „Milizen“, „Rebellen“ etc. gegeneinander kämpften, aber nie trafen Russland und die USA DIREKT militärisch aufeinander. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Gleichgewicht des Schreckens – die längste Friedensperiode in Europa, die es je gegeben hat – vor allem aus diesem Grund gehalten hat.
    Was passiert, wenn beide Stützen des Puffers zwischen den Großmächten, der bisher den Frieden garantiert hat, plötzlich wegfallen? Die daraus entstehenden Risiken bei einem direkten militärischen Zusammenstoß zwischen der USA und Russland sind astronomisch!
    Daher ist ein NATO-Beitritt der Ukraine blanker Unsinn und einfach nur brandgefährlich. Die Politiker und Miliärs, die derlei von sich geben, riskieren in Wirklichkeit völlig sinnlos und leichtfertig unser aller Leben.
    Europa sollte endlich realpolitisch auf sich selbst schauen, anstatt sich blindlings zum Erfüllungsgehilfen der US-Propaganda zu machen. Denn im Zweifelsfall sind wir es, die dafür zahlen müssen (das tut Deutschland schon jetzt, da die Sanktionen die eigenen Firmen treffen). Aber wenn es ganz hart auf hart kommt, sind wir es, die dafür sterben müssen – nicht die Amerikaner!