Mariupol erwartet Groß-Angriff der Rebellen

In der ukrainischen Hafenstadt Mariupol bereiten sich die Bewohner auf einen Angriff der Rebellen vor. Es haben sich Freiwilligenbataillons gebildet, die die ukrainische Armee unterstützen werden. Doch zahlreiche Menschen sind aus der Stadt geflüchtet.

In der Ukraine selbst bereiteten sich die Bewohner der Großstadt Mariupol auf einen Angriff der Rebellen vor. Ukrainische Soldaten verstärkten den Hafen. Bewohner zeigten sich kampfbereit. „Wir sind stolz, aus dieser Stadt zu sein und bereit, sie vor den Besatzern zu verteidigen“, sagte eine 28-jährige Postmitarbeiterin. „Ich glaube, dass unsere Armee und unsere Freiwilligenbataillons uns beschützen werden.“

Viele Bewohner entschlossen sich aber auch zur Flucht. „Wir werden nicht auf eine Wiederholung des Kriegs warten“, sagte eine 40-Jährige, die mit ihrem Mann und ihrer fünfjährigen Tochter in Mariupol Zuflucht gesucht hatte, nachdem ihre Heimatstadt Donezk im Juli von den Rebellen angegriffen wurde. Die Familie war dabei, ihr Auto zu beladen, um nun auch Mariupol zu verlassen.

Die Separatisten haben in den vergangenen Tagen Boden gutgemacht und mehrere Ortschaften erobert. Die Regierung in Kiew und der Westen führen dies auf eine direkte Beteiligung russischer Soldaten an der Seite der Rebellen zurück. Mittlerweile befänden sich Tausende ausländische Soldaten und Hunderte ausländische Panzer in seinem Land, sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Samstag. Er hoffe zwar auf eine politische Lösung, warnte aber zugleich, sein Land stehe am Rande eine umfassenden Krieges.

Von der litauischen Präsidentin Dalia Grybauskaite geforderte Waffenlieferungen an die Ukraine stießen auf Ablehnung. „Ich persönlich halte für Deutschland Waffenlieferungen für nicht angezeigt“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit Blick auf die erwartete Diskussion auf dem Nato-Gipfel in Wales fügte sie hinzu, ihre Position werde sich bis dahin auch nicht ändern.

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  1. jws1 sagt:

    Das sind von Kolomoiski bestellte und bezahlte „Jubler“ am Strassenrand. Schade, dass DMN auf so etwas hereinfaellt.