Österreicher verlieren die Lust aufs Sparen

Fast jeder zweite Österreicher gibt sein Geld derzeit lieber aus, als es zu sparen. Im kommenden Jahr wollen nur noch 60 Prozent Geld anlegen. Der durchschnittlich pro Jahr angesparte Betrag beträgt 5.100 Euro. Bei einer Kreditaufnahme sinkt das Finanzvolumen um mehr als ein Viertel (-27%).

Die Österreicher wollen ihr Geld zurzeit lieber ausgeben (45%) als sparen (35%). Der Betrag, der in den kommenden 12 Monaten auf die hohe Kante gelegt werden soll, liegt bei 5.100 Euro. Das sind 600 Euro weniger als im Vorjahr. Das Sparbuch wird immer unbeliebter. Jene die eine Kreditaufnahme geplant haben, rechnen mit einem geringeren Finanzierungsvolumen als noch vor einem Jahr: 47.400 Euro (-27%).

Nur mehr 59 Prozent wollen im kommenden Jahr ihr Geld auf ein Sparbuch legen, vor einem Jahr lag der Wert noch bei 65 Prozent, heißt es in der Spar- und Kreditprognose von Erste Bank und Sparkassen. Bausparen bleibt stabil mit 52 Prozent (-2%) genau wie die Lebensversicherung, die 4 von 10 abschließen wollen. Rund ein Drittel plant eine Pensionsvorsorge, Aktien wollen 11 Prozent kaufen, 14 Prozent Fonds  und 9 Prozent Anleihen. Gold ist trotz der Preiskorrektur nach wie vor für 10 Prozent ein Anlagethema und Immobilien stehen bei 16 Prozent hoch im Kurs. Die Spareinlagen sanken in Österreich seit 2012 um etwa 5 Milliarden Euro, während Sichteinlagen („täglich fällig“) um 14 Milliarden anstiegen.

Die niedrigen Zinsen machen den Österreicher aktuell weniger Lust auf das Sparen. Von der europäischen Zentralbank ein durchaus erwünschter Effekt, weil sie das Geld der Sparer zur Ankurbelung der Wirtschaft lieber im Konsum sehen würde.

Rund ein Drittel der Österreicher plant größere Ausgaben in den nächsten 12 Monaten. 13 Prozent (-5%) wollen das auch über einen Kredit finanzieren. Eigene Ersparnisse wollen 8 von 10 anzapfen und Privatkredite sind für 6 Prozent das richtige Mittel.

Kommentare

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  1. M.Krispin sagt:

    Genau das ist ja auch von der Grossen Politik gewuenscht. Bekomme hier in Asien gut und einfach 3,5%++. Hier gibt es keine Eurokrise!