Seehofer kritisiert „Schuldenmacherei“ der EZB

Horst Seehofer kritisiert die Geldpolitik der EZB scharf. Das Handeln von Mario Draghi mache vielen Menschen Angst, so der CSU-Chef. Es sei die Aufgabe der Politik diese „Schuldenmacherei“ zu benennen.

CSU-Chef Horst Seehofer hat die Geldpolitik der EZB scharf kritisiert. „Wenn zum Beispiel EZB-Chef Mario Draghi den Geldhahn der Zentralbank aufdreht und gleichzeitig Ramschpapiere kauft, dann macht das vielen Menschen Angst“, sagte Seehofer der Bild. Ausdrücklich forderte er die deutsche Politik und vor allem die Union auf, gegen diesen Kurs Stellung zu beziehen. „Und es ist unsere Aufgabe, diese Politik der Schuldenmacherei zu kritisieren“, sagte Seehofer auf die Frage, wie die Union auf das Erstarken der euroskeptischen Partei AfD reagieren solle. „Dafür braucht das Land keine AfD“, sagte Bayerns Ministerpräsident mit Blick auf die EZB-Kritik.

Die Bundesregierung hält sich traditionell mit dem Verweis auf die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank mit Kritik zurück. Die Entscheidung der EZB vom vergangenen Donnerstag, erneut den Leitzins auf 0,05 Prozent zu senken und nun auch in großen Maßstab Banken ab Oktober Kreditverbriefungen und auch Pfandbriefe abkaufen, war allerdings in der deutschen Politik auf wenig Zustimmung gestoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble hatten mehrfach betont, die Kur für die schwache Konjunktur in der EU liege in Strukturreformen und nicht in einer Politik des billigen Geldes.

Kommentare

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  1. Oscar sagt:

    Nicht nur die Schuldenmacherei der EZB ist ein Problem. Genauso schlimm ist die Enteignung der Sparer durch die fatale Zinspolitik. Die EZB ist der Handlanger der US-Finanzauserwählten, deren weitere Institutionen FED und IWF dafür sorgen, dass alles Geld an die Banken fliesst, die letztlich auch ihnen gehören. Ein Geldkreislauf wurde als finanzielles „Perpetuum Mobile“ geschaffen, vom Gelddrucken durch FED und EZB, bis zum Rücklauf allen Geldes an die Geldschaffenden. Die Politik scheint ohnmächtig zu sein. Demokratien schaffen keine Änderung dieses totalen Knechtschaftssystems.