Ukraine: US-Falken drängen EU zu mehr Härte gegen Russland

Zbigniew Brzeziński, graue Eminenz der US-Außenpolitik und mehrfacher Präisdenten-Berater, fordert Waffen aus dem Westen für die Ukraine und deutsche Bodentruppen für das Baltikum. Es müsse eine wirksame Abschreckung gegen Russland errichtet werden. Die Falken sind verärgert, dass Obama den Kampf gegen den IS-Terror für wichtiger hält als die Ukraine-Krise.

Zbigniew Brzeziński (86), Berater von US-Präsident Barack Obama, hat sich für Waffenlieferungen des Westens an die ukrainische Regierung ausgesprochen. «Wir müssen die Ukraine mit Waffen unterstützen. Nicht um Russland anzugreifen, sondern zur Selbstverteidigung», sagte er am Dienstag in einem Interview mit der Deutschen Welle. «Wenn die Ukrainer sich wehren, werden die Kosten für Putin steigen und er muss seine Strategie überdenken.»

Die Haltung von Russlands Präsident Wladimir Putin nannte Brzeziński «antiquiert»: «Er wird damit nicht durchkommen. Aber wenn er trotzdem versucht, eine neue Sowjetunion mit Gewalt durchzusetzen, könnte das jede Menge Unruhe in Europa auslösen», betonte der einstige Leiter des Nationalen Sicherheitsrats unter Präsident Jimmy Carter.

Im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) übt Brzeziński überraschend Kritik an Präsident Obama. Brzeziński  drängt auf mehr Zurückhaltung des Westens gegen die IS-Terroristen. «Obama wurde in die Enge getrieben. Ohne zu überlegen, fordern viele eine amerikanische Militäraktion aus der Luft und auf dem Boden.» Die USA hätten allen Grund, sehr vorsichtig zu sein. «Aber reagieren müssen sie – als Teil einer größeren Koalition, in der die Rolle Amerikas genau definiert ist», betonte Brzeziński .

Der Grund für Brzezińskis Mutation zur Taube: Der ehemalige Sicherheitsberater und mehrfache Präsidentenberater gehört zum Team von Hillary Clinton. Clinton will noch einmal den Versuch wagen und für die US-Präsidentschaft kandidieren. Brzeziński hat auch Obama beraten und vertritt seit den neunziger Jahren die Haltung, dass Russland im Grund wie die Sowjetunion zu behandeln sei. Brzeziński fürchtet offenbar, dass die Verlagerung des Fokus auf den islamistischen Terror zu einer Lockerung der US-Position gegenüber Putin führen könnte.

Erst kürzlich hatte Brzeziński von Kanzlerin Angela Merkel die Entsendung von deutschen Bodentruppen ins Baltikum gefordert. Er sucht nach Möglichkeiten, um Russland abzuschrecken.

Der politische oder militärische Vorstoß Russlands müsse verhindert werden. Denn Moskau könnte auch – wie in der Ukraine –  im Baltikum einen neuen Kraftakt vornehmen. Estland, Lettland und Litauen seien NATO-Staaten und müssten geschützt werden.

Deutschland könne hier eine wichtige Rolle einnehmen. Doch auch Frankreich und Großbritannien müssten in die Baltikum-Mission eingebunden werden. Dann könnten sich die Länder im Rotations-Prinzip mit ihren Bodentruppen abwechseln, zitiert das Council on Foreign Relations Brzeziński.

Kommentare

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  1. Schmidt sagt:

    Na bitte.
    Die Europäer sollen Krieg führen und die Anstifter kassieren ab.
    Zitat:
    Da lobe ich mir Mister Churchill. Er spricht das offen aus, was der alte Mister Chamberlain nur im stillen denkt und hofft. Er sagt es: Unser Ziel ist die Auflösung Deutschlands. Unser Ziel ist die Vernichtung Deutschlands. Unser Ziel ist die Ausrottung, wenn möglich, des deutschen Volkes. Wir wollen Deutschland schlagen. . . “ Zitat Ende! Die Rede lesen Sie hier…oder hören Sie hier einfach mal googl n

    Wir erinnern uns an die Bundesbereinigungsgesetze usw. einfach mal Googl n

    Die UsA haben Pflanzen erfunden die schon 10 Jahre nach einem Atomkrieg Früchte tragen können(angeblich). Das ist sehr erfreulich- und bis dahin? Einfach mal Googl n
    In USA DENVER und noch eins sind riesige unterirdische Bunker in Hakenkreuzform angelegt worden. Wer will den dahinein ?Einfach mal Googl n

    • Distel Beisser sagt:

      Dann klappt´s doch, Reduzierung auf 500 Mio Menschen nach einem Atomkrieg, kein Problem. Dann reicht das Öl und Gas für die Eliten viel länger!

  2. Kulleraugen sagt:

    Sollte man mal Stutzen die Falken seit wann haben die über uns zu bestimmen außer das die uns Erpressen

  3. Oscar sagt:

    Die US-Falken drängen nicht. Sie überbringen die strikten Befehle der US-Finanzallmächtigen, der wirklichen Machthaber von der Wall Street. Die EU-Vasallen werden erpresst und müssen gehorchen. Alle Länder der EU sind hoch verschuldet bei IWF und anderen US-Systembanken und sitzen in der Schuldenfalle. Jetzt wird der Preis dafür eingefordert!
    Diese Finanzallmächtigen wollen verhindern, dass sich ein starker eurasischer Wirtschaftsraum bildet, mit EU und Russland. Länder wie Russland, Irak, Libyen oder Iran sind und waren das Ziel dieser unersättlichen Finanz-Clique, die es auf Öl, Gas und Rohstoffe abgesehen hat.
    Jetzt wollen die USA, dass sich die Europäer militärisch stärker engagieren. Geradezu ein perfider Plan um den US-Finanzallmächtigen als eigenfinanzierte Söldertruppe zu dienen. Nicht Russland ist aggresiv, sondern es ist die USA mittels der NATO.

  4. Leo I. sagt:

    Brezinski fordert also einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Mal sehen ob das jemals im Bundestag beschlossen werden wird – oder ob das – wie andere Projekte vorher – einfach ohne den BT durchgewunken wird.