Geringere Stromproduktion schürt Zweifel an Chinas Konjunktur

Zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren ist im August in China die Stromerzeugung gesunken. Der Energieverbrauch gilt als zuverlässiger Konjunkturindikator. Auch das geringere Wachstum in der Industrieproduktion ist ein Zeichen dafür, dass sich die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt abkühlt.

Zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren ist im August in China die Stromerzeugung im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Diese Entwicklung gilt als ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Konjunktur in der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt abkühlt. Weiteren Daten zufolge wuchs die Industrieproduktion im August mit einem Plus von 6,9 Prozent so gering wie seit fast sechs Jahren nicht mehr.

Im August wurde in der Volksrepublik mit knapp 496 Milliarden Kilowattstunden 2,2 Prozent weniger Elektrizität erzeugt als im selben Monat ein Jahr zuvor, wie am Samstag aus amtlichen Statistiken hervorging. Zwar lag der Rückgang zum Teil daran, dass im August 2013 eine Hitzewelle in vielen Städten den Stromverbrauch in die Höhe getrieben hatte. Doch auch der Bedarf der Großindustrie ging zuletzt zurück.

Die jüngsten Zahlen könnten die Volksrepublik zu neuen Konjunkturmaßnahmen veranlassen. Diese hatten im zweiten Quartal für eine vorübergehende Erholung gesorgt.

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