T-Mobile erwartet mehr Konkurrenz auf Österreichs Markt

Mobilfunk T-Mobile erwartet mehr Konkurrenz auf Österreichs Markt Quereinsteiger werden Österreichs Mobilfunkmarkt aufmischen. Der Anbieter Hutchinson muss sein Netz günstig kleineren Anbietern zur Verfügung stellen. Die können mit neuen Produkten Marktanteilen nachjagen.

Die Deutsche-Telekom -Tochter T-Mobile erwartet ab dem kommenden Jahr einen verschärften Wettbewerb am österreichischen Mobilfunkmarkt. Grund dafür sei der Start von Quereinsteigern ohne eigenes Netz, sagte T-Mobile-Österreichchef Andreas Bierwirth am Montag. Sie mieten sich in die Netze bestehender Anbieter ein und gehen dann mit eigenen Marken auf Kundenfang. „Wir wissen davon, dass sie im Januar an den Markt kommen. Das wird nochmal eine Belebung des Wettbewerbs bedeuten“, sagte Bierwirth. Einige Quereinsteiger würden sich dabei auch in das Netz von T-Mobile einmieten.

Dies dürfte im Sinne der Wettbewerbshüter in Brüssel sein: Sie hatten die Fusion der österreichischen Mobilfunkanbieter Orange und Hutchison vor eineinhalb Jahren durchgewunken – allerdings mit der Auflage, dass Hutchison sein Netz solchen Quereinsteigern (MVNOs) günstig zur Verfügung stellt. Daran hatte unter anderem der Kabelnetzbetreiber UPC Interesse signalisiert – bis dato ist jedoch keiner dieser größeren neuen Anbieter an den Start gegangen. Daher wurden Zweifel an der Wirksamkeit der Auflagen der EU laut. Diese hatte Österreich als Testmarkt für weitere Zusammenschlüsse im zersplitterten europäischen Mobilfunkmarkt gesehen: Auch in Deutschland sinkt die Zahl der Mobilfunkanbieter mit der Fusion von O2 und E-Plus von vier auf drei. Daher hatten die Wettbewerbshüter die Entwicklung am österreichischen Markt penibel untersucht und O2 strenge Auflagen gemacht.

Wie viele dieser Quereinsteiger mit welchen Preisen auf den österreichischen Markt drängen, wird auch von den alteingesessenen Mobilfunkbetreibern genau beobachtet – allen voran Telekom Austria vor T-Mobile und Hutchison. Sie hatten zuletzt ihre Tarife für einige Kunden angehoben. T-Mobile will den operativen Ergebnisschwund im Zuge dessen im laufenden Jahr stoppen und peilt ein stabiles Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) an. Im vergangenen Jahr war der operative Gewinn um knapp ein Fünftel auf 192 Millionen Euro eingebrochen.

 

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